Reisen mit Rousy |
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| Nach allerlei grösseren und kleineren Miseren bei unseren letzten Reisen sollte jetzt alles perfekt werden. Jaqueline und Kees haben uns zwar artig kurz vor der Abreise alles Gute gewünscht, warten aber insgeheim sicher bereits auf die ersten Schauergeschichten. Marianne und René haben auch vielsagend gelächelt, als wir ihnen von unseren Reiseplänen erzählten. Wie gesagt, alles war perfekt nach Jungfrauenart geplant, ein ruhiger Sonntag, entspanntes Packen, und viel Vorfreud auf Hamburg, "unserer" Hafenstadt. Eine harmonische und gesprächige Fahrt mit dem Zug von Bern nach Basel ... |
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Nun stand noch eine Fahrt mit dem Nightliner quer durch Deutschland an, gelassen und entspannt würden wir dem Zug ensteigen, gestärkt durch ausreichend Schlaf und ein Frühstück ans Bett serviert. Verlockende Bildchen im Prospekt hatten das Angebot abgerundet - wir freuten uns auf ein gepflegtes Reiseerlebnis. Aber oje - die Kabinchen war so bitter eng und mit Kajütenbetten ausgestattet, dass wir beiden wackeren Helvetier eher üppigen Ausmasses (breit und zur Hälfte auch lang) schon bald an klaustrophoben Schüben litten. Entweder blies die Klimaanlage Polarluft über die gerunzelte Stirn oder wir wurden bei lebendigem Leib gekocht. Oder Rosmarie turnte im Oberdeck auf meinem Kopf herum. Und so ging die Idylle am Bahnhof los, Ticket annullieren, umbuchen, verhandeln - Die Leute, am Bahnhof haben uns bereits zugezwinkert, wenn wir zum wiederholten Male durch den Bahnhof rasten. Rosmarie hatte ihren Glückstag und alles klappte hervorrragend. Die freundliche und hilfsbereite Frau von der deutschen Bundesbahn war wirklich zuvorkommend und half uns, dass wir die Ferien nun endlich beginnen konnten. Jetzt sitzen wir wie die Gänse im Haberstroh zufrieden in unserer riesen Loge, hoch über dem Elbehafen. Draussen tuckern die Schiffe vorbei, auf den gegenüberliegenden Docks ist Hochbetrieb- Es riecht verführerisch nach Spaghetti, die bald dampfend auf dem Tisch stehen werden - nein, nein wir sind nicht in Italien oder in Bern, wir sind in Hamburg - aber Spaghetti gibt es glücklicherweise überall. Die feinen Restaurants rund um den Hafen werden wir sicher demnächst besuchen. |
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| Ist das alles? werden sich die Kennerinnen und Kenner unserer etwas ungewöhnlichen Reisepläne fragen. Natürlich nicht! Wir haben stundenlang im vierstöckigen Elektronikladen Saturn herumgestöbert, waren in etwa dreissig Kleiderläden und haben einen naheliegenden Aldi leergekauft. Sonst geht es uns wirklich gut ... und wir freuen uns auf spannende Tage in Hamburg ... weiteres wird folgen | |