Die grosse Hafenrundfahrt

Unverhofft rissen die Wolken auf, es wurde heller, trocken, ja sogar die Sonne und ein wenig blauer Himmel waren kurz zu sehen. Das Hamburger Wetter ist wirklich nur für Leute mit starken Nerven. Flugs liessen wir die Hummel-Männchen stehen, hüllten uns wieder in sämtliche Kleiderschichten und nahmen die U3 zum Hafen. Um zwei Uhr starteten wir zur grossen Hafenrundfahrt. Für Binnenländer, für die schon die Schiffländte Thun ein Erlebnis ist, wirkt der Hamburger Hafen sensationell. Über 100 km2 Wasser, Kanäle, Schiffe, Werften, Kais, Docks das gab wirklich zu staunen.

Rosmarie versuchte sich als Galionsfigur, was aber gründlich missriet, da sie am Heck der Barkasse stand, die uns durch die Kanäle der Altstadt und durch den modernen Hafen schipperte. (www.barkassen-centrale.de)Gerade noch konnte ich verhindern, dass die Frau aus den Glarner Bergen vierstimmige Seemannslieder anstimmte. Anmerkung: Dabei kann ich gar nicht singen, deshalb liess ich es wirklich bleiben. Nachdem ich gestern Abend noch von Isa erfahren hatte, wer im Musicstar ausschied, habe ich das Singen entgültig den andern überlassen.

Nach einer Stunde betraten wir wieder festen Boden und kehrten in die Einkaufsrevier zurück. Dort ass ich meine erste Currywurst, die so übel gar nicht schmeckte. Man weiss ja, Seemänner haben einen gesunden Appetit.

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30.01.05 Hamburg
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