Einmal bei Johannes B. Kerner zu Gast sein ... |
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Wer träumt nicht davon einmal berühmt zu werden? Na ja, ein bisschen vielleicht ... Ich habe immer gesagt, dass ich einmal in meinem Leben bei Johannes B. Kerner in einer Sendung dabei sein möchte. Nein, ich habe noch kein Buch geschrieben, welches in diese Sendung passen würde. Keinen Film gedreht oder sonst etwas verrücktes angestellt. Ich habe mir keine Illusionen gemacht, dass ich jemals als Berühmtheit in dieser Sendung landen würde. Und doch träumen darf man - oder nicht? Als wir unsere Ferien in Hamburg planten erklärte ich Peter: "Du ich würde gerne in dieser Sendung teilnehmen." "Nichts leichter als das", meinte Peter trocken. Ich habe mich schon auf einen Lachanfall eingestellt. Stattdessen sandte er mir ein Mail mit dem Link wo man Karten bestellen konnte. Etwas baff war ich schon. Habe dann aber auf gut Glück an JBK gemailt. Einige Tage später erhielt ich ein Mail zurück. "Sie können am 3.2. an der Sendung teilnehmen." Ich war schön aufgeregt. Hinter die Kullissen einer meiner Lieblingssendungen zu sehen, faszinierte mich schon. Aber ganz der Reihe nach. |
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Am morgen zogen wir es vor, auf den grossen Friedhof in Ohlsdorf zu fahren. Wir marschierten kilometerweise durch den wirklich schönen, grossangelegten Friedhof. Es gab sehr viel zu sehen. Wenn ich an den verschnörkelten Zentralfriedhof in Wien denke, ist der Hamburg Friedhof gerade zu bescheiden. Ob es viele grüne Politiker in Hamburg hat, entzieht sich meiner Kentniss. An der Grünfläche bemessen müsste es so sein. Die knappe Zeit verging wie im Fluge und schon rasten wir nach der Stille mit dem Bus, der U-Bahn und wieder mit dem Bus schnell in unserer Appartement zurück. Ich musste unbedingt noch meine Schweizerkreuzhosenträger anziehen. Peter zog ebenfalls die besseren Kleider an. Man weiss ja nie, plötzlich sind wir im Fernsehen. So blieb heute leider keine Zeit mehr für bunte Männchen und Currywürste. |
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Wir waren trotz der grossen Hetzerei immer noch früh genug dort. Endlich, Johannes B. Kerner flitze mit seinen Notizzettel an uns vorbei ins Studio 1. Wir warteten in der Eingangshalle bis wir dann endlich Einlass erhielten. Ein "Aufwärmer" machte noch seine Sprüche, lockerte das Publikum auf. Die Kameramänner waren bereit. Die Aufnahmeleiterin schwirrte herum. Es war einfach wie in einem Bienenhaus. Und nun konnte die Sendung beginnen, die von Dienstag bis Freitag jeweils im Spätabendprogramm im ZDF läuft. Herbert Herrmann (Rosmaries heimlicher Schwarm aus der Jugend...), Detflef D. Soost, der gefürchtete Juror aus Music Star und andere waren spannende Gäste. Diese Stunde war vorbei, bevor sie richtig begonnen hatte. Wir sassen auf dem Beobachterposten in der obersten Ecke des kleinen Studios. Wie viel in dieser Stunde gelaufen ist, kann ich gar nicht erzählen. Am Schluss der Sendung stürmten eine Horde Fotografen wie die Geier ins Studio und versenkten die Gäste dieser Sendung in einem Blitzlichtgewitter. www.jbk.de Aufgewühlt von den verschiedenen, teilweise schweren Themen der Interviews marschierten wir aus dem Studio. Es war Nacht geworden. Nach einer Einkaufsorgie mit lauter leckeren Sachen aus dem Kauffhof sind wir wieder in unserer kleinen Welt in einem Appartement in Hamburg gelandet. Wir geniessen den Abend in Ruhe und sind eigentlich ganz froh, nicht berühmt zu sein und als Zuschauer dieser Show bei wohnen zu können. |
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