| Katrin gab uns den Tipp, dass man sich in Abano gut erholen
könne. Und Katrin muss es wissen, geht sie doch schon seit Jahren
nach Abano. Als wir endlich das Hotel fanden und sozusagen vor der Einfahrt
standen, war ich mal wieder zu ungeduldig, und gab Gas. Leider in Einbahnstrasse
hineien, so fuhr ich am Hotel vorbei und damit begann die Odysee kreuz
und quer durch den Kurort, das Hotel war wie vom Erdboden verschwunden,
wir konnten das Hotel Plaza beim besten Willen nicht mehr finden. Schon
leicht genervt, machte Peter seine üblichen freundlichen Sprüche
... Na ja, manchmal kommen sie im falschen Moment. Nachdem wir endlich
den Hotelkasten wieder vor der Nase hatten, konnte das ruhige Wochenende
doch noch beginnen. Noch vor dem Abendessen spazierten wir gemütlich
durch Abano und fanden in einem Keramikladen die schönsten Tassen
der Welt. Da konnte ich natürlich nicht wiederstehen und habe den
halben Keramikladen eingekauft. Zurück im Speisesaal begann der Höllenritt
durch das Abendessen - ein Viergangmenü in einer Stunde abgenudelt
- das grenzt schon an Weltmeisterschaft. Vielleicht hätten wir den
Rat von Katrin annehmen sollen, denn sie sagte uns noch: "Macht einen
langen Apéro und geht zu einem Absacker ins Art Café." Hätten
wir auf Katrin gehört, wären wir nicht wie vollgestopfte Weihnachtsgänse
herumgekugelt. |
| Jedenfalls ist unser Kurzurlaub zu Ende. Am Montag fuhren
wir "hinten durch" über fünf Pässe zurück
nach Bern. Pass Aprizio, Pass Bernina, Pass Julier, Oberalppass und zum
Abschluss blieb uns noch der Susten. Inzwischen war es dunkel geworden,
mir schienen die Berge ziemlich unheimlich, habe ich doch diesen Pass
bis jetzt immer bei strahlendem Sonnenschein genossen - und in der Nacht
sieht tatsächlich alles anders aus ... |