Grindelwald Gletscherschlucht 19.09.2020

Nach den Höhenflügen auf den Männlichen, das Jungfraujoch und den First wollten wir heute kleinere Brötchen backen und uns die Berge von unten ansehen. Vom Bahnhof aus brachte uns der Ortsbus bis zuhinterst ins Tal, zum Eingang der Schlucht. Am Bushalt setzte wir uns auf ein Bänklein und fanden uns kurz darauf mitten in einem Kuhreigen, etliche prächtig herausgeputzte Kühe wurden durch das Dorf getrieben.  Ob zur Unterhaltung der Besucherinnen und Besucher oder weil Alpabtrieb war? Egal, die Treicheln waren laut und prächtig.

 

Der Weg durch die enge Schlucht war breit ausgebaut und so konnten wir uns voll auf die mächtigen Felswände und die Weisse Lütschine konzentrieren. Vermutlich hatte Frau Bernasconi den Finger dauern auf dem Auslöser, wir haben jetzt Bildmaterial für mehrere Fotokalender beisammen. Und, was mich besonders freute, die alte Kondition war wieder da, der gestrige Einbruch vorbei und vergessen. Herr Maibach staunte jedenfalls nur, wie seine gleichaltrige Ehefrau die Schlucht hochsauste!

 

Das tosende Wasser und die Energie beflügelte mich tatsächlich. Es war ein angenehmer Ausflug und was mich sehr freute, das Lächeln bei Begegnungen mit Menschen, die wie wir durch die Gletscherschlucht wanderten.  

 

Der aufkommende Nieselregen hielt uns im Restaurant «Gletscherschlucht» fest und wir vertrieben uns die Zeit mit Aprikosengipfeli und feinen Sandwiches. «Ah bah, was kann ein wenig Regen schon schaden?», sagten wir uns und nahmen den romantischen Waldweg nach Grund unter die Schuhe. Alle Bänklein waren zwar frei – aber der Romantik war es dann doch zu nass. Derr Regen war erträglich, es hellte sogar etwas auf. Ein feiner Nebel zog durch den Wald und über den Fluss. Eine besondere Stimmung, für die wir gerne etwas schlotterten. Übrigens: Im Hotelschrank hingen zwei superdichte Regenjacken und eine Pelerine – wenigstens die blieben trocken.

 

Ja, und jetzt sind wir bereits wieder trocken hinter den Ohren und aufgewärmt. Noch ein feines Abendessen, dann geht es morgen wieder zurück auf die lange Reise nach Bern und unsere Erholungstage sind schon wieder passé.

 

Und so freuen wir uns noch auf einige erholsame Tage zu Hause, da Isa den Laden tiptop im Griff hat.

 

Und Larissa, der Lernende, die hier an der Reception arbeitet, wünschen wir alles Gute in dem kuulen Hotel und es war eine gute Zeit, wir kommen wieder.

 

Bilder von der Gletscherschlucht und Grindelwald 18.09.2020