Lesung in Röthis Februar 2019

Schlössle Röthis im Vorarlberg

Der Ansitz wurde im späten 15. oder im 16. Jahrhundert vom Feldkircher Patriziergeschlecht der Litscher errichtet. Diese waren in Röthis begütert und 1489 wurde Salomon Litscher in den Freiherrenstand erhoben. Noch vor 1628 ging das Schlösschen in den Besitz der mit den Litscher verschwägerten Familie Frey von Schönstein über. Anton Frey war 1685 kaiserlicher Postmeister in Lindau. Die Freys beauftragten um 1600 z. B. die Grisaille-Architekturmalereien im Saal des zweiten Obergeschoßes sowie im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts eine frühbarocke Kassettendecke aus Zirbenholz. 1777 starb Euphrosina Frey unverheiratet als letzte Vertreterin der Familie in Röthis. Bis 1836 war das Röthner Schlösschen dann im Besitz der ebenfalls verschwägerten Familie Clessin aus Feldkirch. Um 1980 wurde der bereits vom Verfall bedrohte Ansitz von der Gemeinde Röthis erworben und grundlegend restauriert. Seither ist hier die Gemeindeverwaltung untergebracht. Wikipedia

«Meinst du, wir könnten eine Lesung in Röthis veranstalten?», fragte mich Otto Frick im Dezember 2018. Otto Frick ist der Vater des Erfolgsautoren Marc Frick, der bereits zwei Bücher im Verlag Einfach Lesen Bern herausgegeben hat.
Röthis. Noch nie etwas davon gehört und so googelte ich diesen Ort. Was das mit Marc Frick zu tun hätte, wusste ich damals noch nicht.
«Wieso gerade Röthis?», frage ich Otto. «Ach weisst, du dort bin ich geboren und aufgewachsen.»
«Ok», sagte ich nur, «warum nicht?»
Nun muss man wissen, dass der Otto ein quirliger und unternehmungslustiger älterer Herr ist, der immer wieder neue Ideen generiert und keine Ruhe gibt, wenn nichts läuft. Zudem ist er mächtig stolz auf seinen Sohn.
Nach Umzug und Zügelstress mit dem Buchladen in Bern dürfte die Reise nach Röthis eine willkommene Abwechslung sein, dachte ich letzten Dezember für mich. Ich hatte keine Erwartung an die Tage im Voralberg und ich hatte keine Vorstellung, was mich dort erwarten würde.
Otto und Christa, Marc’s Eltern,  organisierten zusammen mit der Kulturverantwortlichen von Röthis, Ruth Blickle, einen einmaligen Abend. Rund 70 Leute fanden den Weg in den Schlösslesaal im Gemeindehaus , darunter auch der Bürgermeister Roman Kopf und natürlich unzählige Verwandte und Bekannte der beiden Brüder Otto und Karl Frick. Ich war sehr überrascht und erfreut, wie viele Menschen in diesem wunderschönen Schlösslesaal zu Gast waren. Ich glaube halb Röthis war auf den Beinen. Unglaublich …
Und es wurde ein toller Abend, denn Marc ist ein hervorragender Geschichtenerzähler, einer, der seinen Beruf als Polizist mag. So liess er uns auch seinem Berufsalltag teilhaben und erzählte die eine oder andere Hintergrundgeschichte. Es war allgemein ein vergnüglicher Abend, auch wenn ernstere Geschichten ihren Platz fanden.
Ein gemütlicher Abschluss fand dieser Abend mit einem feinen Apéro, der von Otto und Christa, sowie auch Karl und Lore liebevoll zubereitet wurden. Und die feinen Brötchen von Günter Frick – einfach super.

Gemütlich liessen wir den Abend bei Lore und Karl zuhause in der Küche ausklingen. Ich erinnerte mich an mein zu Hause in Linthal, damals war es in unserer Küche genauso laut wie gestern bei der Familie Frick.
Heute haben wir Marc einen Papitag mit Sohn Aron Alexander gegönnt. So konnte Mami Esther, Christa und ich nach Feldkirch zum lädele. Otto und Peter kamen mehr oder weniger freiwillig mit!
Jedenfalls war es ein tolles Erlebnis in einem Dorf wie Röthis zu Gast zu sein und – es ist das erste Mal seit meiner Verlegerinnenkarriere, dass ich mit einem Autoren eine Lesung im Ausland durchführen durfte. Es war einfach nur kuul.
Und herzlichen Dank Birgit für den wunderbaren

Zeitungsartikel im Voralberg online (vol.at) von Birgit Loacker

https://www.vol.at/tatort-bern-geschichten-aus-dem-alltag-eines-polizisten/6097780