Sonntag, 29. März 2020 Luft tanken

Das Wort zum Tag: Heute ist Sonntag und es ist Sommerzeit. Für einmal bin ich gar nicht so traurig, dass ich eine Stunde weniger habe, eine Stunde weniger zu Hause bleiben muss. Im Herbst werde ich diese Stunde mit Genuss zurücknehmen – aber wer weiss was bis im Herbst alles geschehen wird. Das Leben geht weiter trotz Einschränkungen und irgendwie gewöhne ich mich daran. Fokussierter zu arbeiten, weniger abgelenkt zu sein, ausser natürlich mit den sozialen Medien 😉 und manchmal aber nur manchmal wünsche ich mir die Zeit vor Corona zurück. Allerdings wenn ich mir das überlege – eigentlich nicht. Heute ist heute und morgen ist morgen und was gestern war ist vorbei und das ist gut so.
Früher ja früher als ich meinen Laden noch nicht hatte, machte ich alle Verlagsarbeiten von zu Hause aus. Manchmal war es Peter fast ein zu grosses «Puff» - tja, wenn man mit einer chaotischen Jungfrau zusammen lebt kann das schon mal zu viel werden. 2006 als ich den Laden übernehme konnte, zügelte ich alles in den Laden – und jetzt? Einmal pro Tag, wie immer schleiche ich mich nach vorne, um ein bisschen Luft zu tanken und bringe einiges wieder nach Hause – auch die WC Rollen.

Montag, 30. März 2020 Verbunden sein

Das Wort zum Tag: Bereits seit zwei Wochen sind wir und auch ich in einem Ausnahmezustand. Corona hat sich in den Alltag eingeschlichen – was war eigentlich vor Corona?  Mit was haben wir uns beschäftigt? Hektik? Leistung? Herumrennen? Keine Zeit haben? Wie oft habe ich es vermisst ein bisschen mehr Zeit zu haben – jetzt habe ich Zeit, die ich nicht missen möchte. Ich geniesse es, auch keine Termine zu haben, in den Tag hineinzuleben. Und trotzdem … was kommt nachher? Klar, kann ich anhand astrologischen Konstellationen erklären, mich beruhigen und klar kann ich sagen, es wird ein Leben nach dem Corona geben. Und irgendwie kommt mir immer wieder in den Sinn, dass dieses Virus von einem Tier abstammt, das die Menschheit lahmlegt, die Welt still stehen lässt. Mir persönlich zeigt es auf, dass wir alle zusammen verbunden sind, dass nicht einer oder eine alleine etwas bewirken kann, weder im positiven noch im negativen. Sinne.

 

So glaube ich einfach daran, dass wir nach dieser Krise gestärkt weitergehen werden, dies zeigt es übrigens auch in den Sternen und Sterne, wie auch schon erwähnt, lügen ja bekanntlich nicht. In diesem Sinne für einmal einen eher nachdenklichen Post.  Ich wünsche euch einen guten Wochenstart und bliibet xsund.

Dienstag, 31. März 2020 Rundgang durch die Matte

Das Wort zum Tag: Strahlendes Wetter trieb mich für einen Moment nach draussen. Nach dem alltäglichen Ladenbesuch schlenderte ich durch das Mattequartier. Leer … Läden wirklich alle geschlossen – ein trostloses Bild. Es erinnert mich an die Zeit, als 2005 das grosse Hochwasser hier in der Matte alles weggeschwemmt hatte. Die Läden waren leer. Einige gaben auf, andere bauten ihren Laden wieder auf. Die Erinnerungen an das Hochwasser 2005 verblassen und die neue Wirklichkeit hat mich eingeholt. Beim Hochwasser wusste man woher der Schaden kam, auch wenn Wasser unberechenbar ist und man nie genau weiss was Wasser alles anrichten kann. Man kann Wasser nicht fassen – es rinnt durch die Hände.  Ja genau – heute heisst es nur noch Hände waschen Hände waschen. 😉 Heute habe ich gelesen, ob es sinnvoll ist, neben dem Händewaschen auch noch zu duschen. 😉

 

Der Virus ist unsichtbar und ist nicht fassbar. Er zerstört Menschenleben. Beim Hochwasser 2005 waren es grosse materielle Schäden, die in den letzten 15 Jahren wieder aufgeholt werden konnten. Aber können wir tatsächlich mit diesem Virus leben? Ich weiss es nicht – will es im Moment auch nicht wissen.