Appenzell Februar 2019

So unser verlängertes Wochenende neigt sich dem Ende entgegen und schon bald geht es wieder Richtung Bern. Auch heute haben wir eine Tour durch die Vergangenheit gemacht ...  es war spannend, die unterschiedlichen Orte zu besuchen, die ich von früher kannte. Vieles hat sich auch in Appenzell und Umgebung verändert und die Zeit ist tatsächlich nicht stehen geblieben.
Bei wieder bei herrlichem schon fast Frühlingswetter und wagten einen Ausflug auf den Hohen Kasten, liessen uns auf rund 1800 m vom heftigen Wind nicht beirren. Genossen die traumhafte Aussicht bis weit zum Bodensee und nach Österreich.

Es wurde uns dann doch zu windig und so entschlossen wir uns zu einer Spritztour rund durch den Kanton Appenzell.  Wir besuchten das Restaurant Eischen hoch über Appenzell, das früher eine richtig gemütliche Beiz war, die von der damaligen Wirtin, der Eischenmarie, in fester Frauenhand war. Damals gab es einen kleinen Zeltplatz und heute ist es einen "Wohnwagenstadt" geworden.  Ob es mir gefällt das steht hier ausser Frage!

Der Eischen wurde zu einem moderner Hotelkomplex umgebaut. Und man erzählte uns auch, dass die sich vieles auch im Eischen verändert hat. Das ehemalige Restaurant Tübeli, das damals von Toni und Dagmar bewirtschaftet wurde, ist nun zu einem Asylantenheim umfunktioniert worden. So gibt es unzählige Beispiele für die Veränderungen auch hier in Appenzell. Früher gab es einige Metzgereien und Bäckereien. Heute gehören die meisten Bäckereien dem gleichen Besitzer.  Ebenso ist es mit den Hotels. Die meisten altehrwürdigen Hotels werden aufgekauft und so entstehen sogenannte Hotelketten ... 

Wir liessen es uns nicht nehmen Richtung Schwägalp zu tuckern, auch wenn uns bewusst war, dass wir nicht nach oben auf den Säntis konnten. Nach dem heftigen Sturm in diesem Winter bleibt die Säntisbahn bis auf weiteres geschlossen. Eine Reise war es trotzdem Wert. Der Säntis leuchtet in seinem Glanz und wir genossen die Aussicht von der Talstation aus.

Nach einer kurzen Erholung im Hotel Säntis genossen wir in der Linde, gleich neben dem Hotel an der Hautgasse 40, in Appenzell bei Regula Dörig feine Chässpätzli und Siedwürste … auch die Unterhaltung mit Regula war spannend, denn sie wusste viel zu erzählen und so schwelgte ich mit ihr in der Vergangenheit, weil sie die meisten Leute von damals noch kannte. Bald 40 Jahre ist Regula jetzt schon in der Linde und gerne würde sie sich demnächst zur Ruhe setzen - wers der quirligen und humorvollen Wirtin glaubt ...

Nun sind es gerade mal 33 Jahre her, dass Peter und ich gemeinsam auf dem Weg sind. Am 17. Februar 1986 begegneten wir uns Morgens um 08.05 - und seither sind wir gemeinsam in die richtige Richtung gegangen.
Und da wir nach der Lesung mit Marc Frick in Röthis waren, ist es ein Katzensprung nach Appenzell.
Das war unser Tag in Appenzell - unglaubliches Wetter und ein strahlender Tag mit vielen Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit ... weisch na ... tja so vergehen die Jahre und angenehm ist es immer wieder wenn man auf viel Schönes zurückblicken kann. Appenzell ist ein schöner Ort und wir geniessen die zwei Tage hier ... erholen uns von Röthis von den vielen Eindrücken rund um die Lesung mit dem Erfolgsautoren Marc Frick  - und den Familien Fricks ;-) Es war einfach kuul ;-) ... und übrigens haben wir  einen wunderbaren Buchladen (Bücherladen Carol Forster) in Appenzell entdeckt - klein und fein - ich liebe Buchläden.