Sanssouci 10. Oktober 2019

Schloss Sanssouci liegt im östlichen Teil des Parks Sanssouci und ist eines der bekanntesten Hohenzollernschlösser der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam. Nach eigenen Skizzen ließ der preußische König Friedrich II. in den Jahren 1745 bis 1747 ein kleines Sommerschloss im Stil des Rokokos errichten. (Quelle Wikipedia)

 

Und dieses Schloss stand seit längerer Zeit auf unserem Programm, um genau zu sein seit 23 Jahren. Als wir das erste Mal gemeinsam Berlin besuchten, wollten wir unbedingt dieses Schloss ansehen.
Jetzt endlich waren wir da. Wir waren, und sind es immer noch, überrascht wie umfangreich und weitläufig die ganze Anlage ist, wie schön dieses kleine Lustschloss ist. Wir haben aber wirklich nicht damit gerechnet, wie gross die Umgebung des Schlosses ist. Wir besuchten gegen Mittag, nach einem ersten Bummel durch den Park Schloss Sanssouci.

Am Nachmittag stiessen Oli, Jasonas und Janek dazu und wir begannen unseren Marsch durch die Geschichte. Allen voran Oli, der hier wirklich jeden Stein persönlich kennt – und wahrscheinlich auch den Schlossgeist.  Ernsthaft, Oli weiss unheimlich viel und kann sein Wissen blitzschnell abrufen. Er will uns natürlich alles mitgeben, was ihn begeistert. Aber um ehrlich zu sein, irgendwann waren sämtliche unsere Speicherplätze belegt und wir mit der Zeit nur noch die Hälfte aufnehmen können. Auch Rosmaries sämtliche Kamer Akkus gaben den Geist auf, und wir marschierten und marschierten immer weiter. Wir besuchten die Mühle, die auch heute noch in Betrieb ist. Ein weiterer Besuch statteten wir der Orangerie ab. Nachdem wir unseren Filzpantoffeln angezogen haben, liessen wir uns vom Guide berieseln. Oli verwickelte den guten Mann sofort in ein Gespräch, ein kleines Mädchen entdeckte ihr Balletttalent und sauste nur so über das Parkett. Wir anderen schlurften mit den Filzpantoffeln durch die Orangerie.

 

Natürlich mussten wir noch auf den Turm, um über ganz Potsdam und ganz Sanssouci zu sehen. Nachdem wir die engen Treppen wieder heruntergestiegen sind, gings weiter Richtung Neues Palais. 

 

 

Das Neue Palais ist ein Schloss an der Westseite des Parks Sanssouci in Potsdam. Der Bau wurde 1763 nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges unter Friedrich dem Großen begonnen und 1769 fertiggestellt. (Text Wikipedia)

 

Und weil Frau Bernasconi dringend für kleine Mädchen musste, war auf dem Weg zum Neuen Palais ein Restaurant mit feinem Kaffee und Kuchen die Rettung. Ich glaube es war für alle die Erlösung, gab es doch wirklich leckeren Kuchen. Etwas Zucker konnte nach all den steilen Treppen nicht schaden.

 

Tja – und man kann nicht alles haben und so war es dann auch schon zu spät, den neuen Palais von ihnen zu bewundern, aber das machte auch nichts, denn wir haben schon so viele Statuen, und alte Möbel und Porzellan und vieles mehr gesehen, so dass es bei weitem ausreichte, den Palais im Abendlicht von aussen zu betrachten. Es war ein Erlebnis im schönen Herbstlicht, kurz vor Sonnenuntergang. Und um ganz ehrlich zu sein, Sanssouci in einem Tag zu besuchen ist ein zu ehrgeiziges Ziel. Wir jedenfalls haben es nicht geschafft.

 

Schlussendlich wanderten wir nochmals durch den traumhaft schönen und riesigen Park von Sanssouci. Oli fuhr uns mit Umwegen in unseren Adlerhorst zurück, nicht ohne uns noch einiges von Potsdam zu zeigen. Danke Oli, für uns war das ein sportlicher Tag – aber ein einmaliges Erlebnis.