Wien - budapest - Shoppen

Wien haben wir uns für einmal von der anderen Seite her angenähert: Statt vom Zentrum aus sind wir von der Donauschiffanlegerstelle her Richtung Prater ausgerückt. Dementsprechend haben wir den Prater von hinten her aufgerollt. Es war kurz vor Öffnungszeit. Wir mögen diese Aufbruchstimmung, es ist noch ruhig, bedächtige wird alles hergerichtet und man wartet auf die Besucherströme, die sicher auch heute nicht ausbleiben würden. Die meisten Buden und Bahnen waren noch zu, nur das Riesenrad war bereits in Betrieb. Dieses werden wir sicher bei unserer Rückkehr Anfangs Oktober besuchen – das muss sein!

 

Einen kurzen Blick über den Praterstern, vorbei an der Hillerstrasse und mit vielen Erinnerungen an frühere Wienreisen marschierten wir zur Strassenbahn. Dann ratterten wir mit einer der langsam aussterbenden uralt Strassenbahnen Richtung Mariahilf. Sie half, aber leider nicht mir, denn Frau Bernasconi marderte durch die Läden, erstand endlich eine neu Brille und betrieb Werkspionage in den grossen Buchhandlungen. Adele Neubauer, die bekannte Tatortkommissarin, feierte am Abend ihre Buchpremiere. Für einmal, leider, musste wir um diese Zeit schon wieder auf dem Schiff sein.

 

Wir suchten unser Hotel, das wir nach den Prager-Tagen, wieder in Wien, beziehen werden. Wieder einmal ein anderes Quartier, das wir auskundschaften wollen. Zudem hat sich Herr Maibach entschieden, 64 zu werden und ich konnte ihn nicht davon abhalten. Am 8. Oktober ist es soweit – aber bitte nicht weitersagen. Wien ist halt schon speziell und auch für «ältere» Menschen eine Reise Wert!

 

Eigentlich wollten wir nochmals im Zentrum, sind aber falsch abgebogen und waren dann zu müde um nochmals umzukehren. So waren wir dankbar um die U1, die uns zurück in unseren schwimmenden Palast führte.

 

Die Nacht durch zog die Melodia ruhig Richtung Budapest. Bei der Durchfahrt Bratislava versammelten sich die meisten Passagiere auf dem Sonnen – oder besser Monddeck und bestaunte die hell erleuchtete Stadt vom Fluss aus. Allesamt waren dick eingepackt, denn es wehte ein rauer Wind und die Temperatur war doch schon etwas kühler als in Wien. Jedenfalls wurde fotografiert, geblitzt und man genoss die Sicht auf die leuchtende Stadt.

 

Am nächsten Morgen gegen 10 standen wieder everybody auf dem Sonnendeck, bewunderten die imposanten Brücken, die Buda und Pest verbinden. Viele und wollten ganz vorne die Einfahrt fotografierten. Aber die vordersten Liegestühle waren bereits seit dem frühen Morgen besetzt – nein, nein Badetücher lagen nicht auf den Liegestühlen. Dennoch musste man sich nach vorne drängen, damit man mit der Kamera einen guten Platz ergattern konnte.

 

Dann war es soweit – Frau Bernasconi stand in Budapest. Wie viele Reisepläne hatten sich um diese Stadt gerankt, nie waren sie in Erfüllung gegangen. Jetzt also kam Shopping-Rousy, bewaffnet mit Forint, mitten in der immensen Markthalle, mitten in Würsten, Kohl, Knoblauch, Paprika, Salami und natürlich Tasslis! Den Geschmack können wir euch leider nicht rüberschicken! Paprika wohin das Auge reicht – und die vielen Würste – meine Nerven!

 

Dann flanierten wird durch Gassen und Gässchen beim Hafen, verwandelten Forint in Kàvé, besuchten die Felsenkirche und entledigten uns der letzten Geldscheine bei einem Eiskreme – bevor wir wieder auf unser Schiff zurückkehrten.

 

Nächster Termin wird kurz vor dem Abendessen sein, denn immer um 18.45 gehen wir zu Sabine, der Reiseleiterin, in die «Schule» und lassen uns über den morgigen Tag informieren. Heute Abend geht’s noch auf die Stadtrundfahrt «Budapest bei Night» - und morgen werden wir einen vielfältigen Tag haben und zwei Ausflüge mitmachen. Wir berichten darüber.