Dresden Rundfahrten 14.10.2019

Zwei Mal rundherum, das ist nicht schwer

 

Heute fiel das Frühstück eher karg aus. Zum einen, weil Frau Bernasconi das Hotelfrühstück für überrissen befand und zum Zweiten, weil der legendäre Kaffee-und-Brötchen Radar von Herrn Maibach versagte. Kurz, wir spazierten in die falsche Richtung. Doch nach dem Gassen Zmorge kamen wir auf dem Rückweg an unzähligen Restaurants mit Buffets und allem Zubehör vorbei. Egal, morgen ist ein neuer Tag und ein neues Glück! Und wir werden sicher am Ende der Woche einen Ratgeber herausgeben können, wo es das beste Frühstück gibt.

 

 

Bei, Zwinger kletterten wir in unseren Bus, der uns einmal rund um die Stadt kutschieren sollte. Wir folgten dem Rat von Monika und besuchten die Pfunds Molkerei – ein prächtiger Milch und Käseladen mit einmaligen bunten Fliesen von Villeroy und Boch rundum dekoriert. Herr Maibachs Kaffeeinstikt war doch noch erwacht und so fanden wir trancemässig zu einem Kaffee und lauwarmen Schokokuchen und Vanilleeis. Lecker war es, der heisse Schoggikuchen verschmolz mit der kalten Eiskugel. 😉

 

Dann liessen wir uns durch den prächtigen Herbsttag treiben. Es war warm geworden und die bunten Blätter strahlten um die Wette. Wir bummelten die Bautznerstrasse hinunter bis zum Albertplatz. Das Erich-Kästner-Museum hoben wir uns für einen späteren Besuch auf – das Wetter war einfach zu schön. Stattdessen spazierten wir der Hauptstrasse entlang zum Goldenen Reiter – ein schöner breiter Fussgängerboulevard – leider mit unzähligen kleinen Läden. Ja ich weiss, leider für Herr Maibach, doch für mich war es ein Genuss, die vielen herzigen Läden sind liebevoll eingerichtet und da konnte ich einfach nicht vorbei gehen. Die Augustusbrücke brachte uns zurück ans Terrassenufer und in die Innenstadt, wo wir uns als Foto- und Einkauftouristen mit Leuten aus der ganzen Welt über das Kopfsteinpflaster trappten. Endlich standen wir in der Frauenkirche so wie viele andere auch. Staunend standen wir unter der Kuppel und liessen uns von den Eindrücken dieser Kirche beeindrucken.

 

Ich weiss nicht wie, aber schon wieder standen wir am Startplatz der Stadtrundfahrt – und weil so schönes Licht herrschte setzen wir uns nochmals in den Doppeldecker und tourten noch einmal durch und um Dresden. Unser Urteil war (für einmal) einstimmig – es gäbe noch so unendlich viel zu sehen, wir kratzen nur an der Oberfläche.

 

Ein paar Schritte, um die alten Knochen zu bewegen lenkten uns durch den Zwinger. In der blauen Stunde kam der Prunkbau voll zur Geltung, wir wähnten uns wie in einem Märchen aus 1001-Nacht. Wir hängten noch einen beschlichenen Gang durch die Gassen, in denen es dunkler wurde und auch ruhiger. Die Semperoper, Kirchen liessen wir Revue passieren. Einfach traumhaft.

 

Doch dann rückten Kälte und Hunger die weltlichen Inhalte in den Vordergrund. Bei Hans im Glück fanden wir alles, was das Burger-Herz begehrt: feine Beefburger, Vegi-Burger, Fritten und leckere Saucen.  Noch ein paar Schritte und wir flüchteten in die angenehme Wärme des Hotelzimmers.

 

Dresden ist wirklich eine spezielle Stadt und die vielen Touristen, die hier in Dresden sind, haben wohl wie wir viel zu besichtigen und auch zu erleben. Morgen wollten wir in die Manufaktur Meissen – aber das Schiff ist schon voll und da auch am Mittwoch schönes Wetter ist, verschieben wir eben. Wir haben ja noch etwas Zeit – oder?