Semper Oper Dresden 17.10.2019

Man weiss nicht wie, aber die Tage – vor allem die Ferientage – rasen nur so dahin. Der letzte Tag in Dresden ist bereits hochtourig angefahren. Die Führung durch die Semperoper stand auf dem Programm – gemütlich sind wir die kurze Distanz durch das Zentrum geschlendert, haben ein wenig gefrühstückt und waren bald ein Teil der Gruppe, die sich das schöne Opernhaus erklären liess. Als ein Bild vom Hochwasser 2006 die Runde machte, schauten wir uns an. Eigentlich wollten wir 2005 Dresden besuchen, doch damals war eben das Hochwasser in der Matte. Auch Dresden ist immer wieder von Hochwasser betroffen. Nun - umso schöner ist es jetzt, hier in der Oper zu stehen. Den vierstündigen Rosenkavalier wollten wir uns allerdings nicht antun – soviel Sitzleder hat Frau Bernasconi auch wieder nicht, auch wenn die nette Dame während der Führung immer wieder betonten, dass es noch Restplätze gebe.  Das Probesitzen in der prunkvollen Oper wies allerdings darauf hin, dass die Plätze bequem sind und für ein Nickerchen zwischendurch sicher behaglich wären - und klimatisiert sind sie auch. Ein andermal vielleicht, wer weiss, dann mit leichterer Kost.

Was mich an diesem Gebäude auch fasziniert, dass es bereits zum dritten Mal wieder aufgebaut wurde. Die Semper Oper hat Charme und eine Ausstrahlung, die ich von andern Opernhäuser nicht so wahrgenommen habe.

 

Nach der beeindruckenden Führung bummelten wir durch geschätzt tausend Konditoreien mit Millionen von Stollen (als das Gebäck, nicht die an den Fussballschuhen). Frau Bernasconi kaufte Stollen für mehrere Jahre ein. Hoffentlich werden wir an der Grenze nicht kontrolliert. Dummerweise habe ich meinen Weihnachtsmannausweis zu Hause vergessen … und Rolf ich glaube man bekommt wirklich nirgends so feine Stollen wie hier in Dresden.

 

Die Weihnachtszeit hat bereits begonnen. In den Buchläden sind bereits die Weihnachtsbücher ausgestellt, natürlich auch die Adventskalender.  Bei den warmen Temperaturen an Weihnachten zu denken ist schon etwas speziell, auch wenn ich weiss, dass ich mich nächste Woche in Bern um Advent etc. kümmern muss. Begeistert bin ich nicht. Es dauert ja noch

 

Nach einem vietnamesischen Abendessen pilgerten wir ein letztes Mal durch die nächtliche Altstadt und bewunderten die schön angestrahlten Fassaden der historischen Gebäude, ein etwas wehmütiger Abschied von dem Elbflorenz, das diesen Namen wirklich verdient.

 

Morgen bringt uns die Bahn zurück nach Berlin und am Abend treffen wir nochmals Silke.Am Samstag geht’s weiter nach Bern wo wir uns dann in den Buchherbst und den Weihnachtstrubel stürzen werden.

 

Und ehrlich es ist schön auf Reisen zu gehen – es ist aber auch schön wieder nach Hause zu fahren. Man wird langsam älter und bequemer …