Anreise und Inselgarten

Wenn wir die Temperaturen vom Winter und Sommer mischen - haben wir unglaublich angenehme Temperaturen ;-)

 

Etwas gespannt waren wir schon, wie es denn im Hamburg im Sommer so sein mag. Bisher hatte es uns meist nur in der Winterzeit in den Norden verschlagen – und entsprechend war unser geistiges Hamburg-Wetterprofil: Durchzug von allen Seiten, Regen von oben und unten und wir mitten drin, wie das einsame Boot im Sturm. Doch jetzt hat es uns ein paar freie Tage im Hochsommer vor die Füsse gespült und wir staunen, dass die Thermometer im kühlen Norden eine Skala bis über 30 Grad erklimmen können.

 

Noch weiter ging das Thermometer im Skyworksflieger im Belpmoos, wo wir seit einer halben Stunde sassen und triefend auf den Abflug warteten. Doch dem Flugzeug war es im Belpmoos schon zu heiss geworden. So blieb uns nichts übrig, als wieder auszusteigen, zu warten bis das Flugzeug ausgewechselt wurde und wir eine Stunde später doch noch abhoben und nach Hamburg sausten.

 

Ein seltsames Gefühl, in Hamburg auszusteigen und 26 Grad Lufttemperatur zu spüren, Ich glaube wir hatten bei allen Hamburgreisen zusammengezählt nie so warm. Mit etwas Verspätung sind wir in Hamburg gelandet und haben gerade noch den wunderschönen Sonnenuntergang erlebt. Fast reibungslos schafften wir es dann mit der U-Bahn ins Zentrum – Bauarbeiten und Umleitungen, soweit man schauen kann. Aber es herrschte eine beinahe schon fast fatalistische Italianita in den deutschen Waggons, Hochsommer scheint auch hier lockeren Ausnahmezustand zu bedeuten. Ein junger Mann passte auf meinen Koffer auf, damit sie nicht durch die ganze S-Bahn rollte und ich durfte bequem meinen Fensterplatz geniessen.

 

Mit etwas Sprudel und einer Tüte Chips ergaben wir uns in die extrem leistungsfähige Klimaanlage im Hotelzimmer. Wir waren froh darum, zu Hause in der Eile versehentlich Winterpijamas eingepackt zu haben.

 

Und: In der Nacht regnete es, kurz und heftig. Wir erwachten und fanden sämtliche unsere Wetterorakel betreffend Norddeutschland bestätigt und schliefen erlöst wieder ein.

1. August in Willhelmsburg

Am nächsten Morgen hatte die Sommersonne alle Reisebeschwerden vertrieben. Kaffee und Croissants spendeten genug Energie, um im ÖV – Tickts zu organisieren – das Gewusel am Bahnhof motivierte uns, diesem sofort wieder zu entfliehen. So zog es uns endlich einmal nach Willhelmsburg, ein alter Plan. Für einmal durchstreiften wir nicht den Inselpark von Bern, sondern den wunderschönen, herrlichen, grünen und grosszügigen Inselpark von Willhelmsburg. Wir spazierten an leeren Spiel- und Abenteuerplätzen vorbei. An einem alten Friedhof, einer Kapelle und dem Wasserwerk, einem grosses Restaurant mitten in dieser schönen Anlage. Einige Arbeiter verrichteten im Schatten ihre Arbeiten. Wir kamen uns vor wie auf einer einsamen Insel, denn weit und breit waren keine Menschen zu sehen, Entweder sind alle in den Ferien oder aber es zog die Leute an den Hafen und ans Wasser. In der Ferne hörten wir die Autos vorbeirattern.

 

Gegen zwei Uhr wurde es wirklich heiss, es war Zeit zum Rückzug Richtung Klimaanlage. Die Heimfahrt unterbrachen wir taktisch mit einer Riesenpizza, einem Besuch im Saturn, einem Besuch in der Europapassage – dann war definitiv höchste Zeit, dass wir uns im Hotelzimmer abkühlen liessen. Denn, zum ersten Mal in Hamburg und nicht sofort an den Hafen! Das müssen wir heute Abend korrigieren.

 

Doch noch an den HAfen

Sonnenuntergangstimmung am Hafen
Sonnenuntergang bei der Elphie