Amsterdam 15. Oktober 2018

Schon waren unsere Tage in Rotterdam zu Ende und nach einem ruhigen Montagmorgenfrühstück bebeepten wir uns zum Bahnhof und stiegen in den Zug nach Amsterdam. Herr Maibachs letzter Amsterdambesuch liegt nun schon über dreissig Jahre zurück, entsprechend verschwommen sind seine Erinnerungen an die Stadt. Kamikaze Tramfahrer und eine Velofahrt durch das Zentrum sowie ein Hotel am Rande des Rotlichtviertels reichen aber leider nicht zum Kenner des heutigen Amsterdams.

Wir vernahmen, es seien aktuell deutlich weniger Touristen im Zentrum. Uns scheinen es aber immer noch ziemlich viele zu sein. Die Hauptgassen sind platschvoll und wir flüchteten uns bald einmal in stille Nebengässchen und suchen das «kleine Amsterdam».

Wir begannen das Warmup mit einem Besuch im Madame Tussaud’s – einer treuen Begleiterin seit den ersten Reistagen in London. Doch ehrlich, die meisten der Starkopien in Wachs kannten wir kaum mehr, glücklicherweise stand in einer Ecke noch eine Ghandi Figur. Interessant auch, wie sich die Ausstellung der Neuzeit anpasst, sich voll auf die Selfie Generation ausrichtet und allerhand Multimedia-Spielereien anbietet. So haben wir zugeschaut, wie junge Sprayer eine Mauer digital «verzierten» und ihre Graffitis gleich wieder löschen konnten. Eine Option, die sicher auch für die Altstadt von Bern ein Segen wäre. Jedenfalls war es spannend zu sehen was für Kunstwerke entstanden und wie schnell sie wieder verschwanden.

 

Immerhin begegneten wir noch Elvis, Michael Jackson, Marylin Monroe, so dass auch unsere Gneration noch bekante Gesichter zu sehen bekamen. Natürlich waren auch einige James Bond Darsteller, sowie Popsternchen zu sehen.

 Nach dem Showbiz statteten wir den Royals einen Besuch ab und besichtigten den Königspalast. Schön, dass der Palast, der bei Empfängen und Staatsempfängen benutzt wird, sonst dem Publikum geöffnet wird. Natürlich gegen Eintritt, wie auch die Oude und die Niuewe Kerk nur mit Tickets betreten werden dürfen. Aber, dass war uns dann doch zu viel der Eintritte. Die Oude Kerk kennen wir als John Irving Leser aus «Bis ich dich finde» bestens von innen.

 

So liessen wir uns durch die Gässchen treiben, genossen das schöne Wetter und eine ausgezeichnete Waffel mit reichlich Schokolade, bevor wir uns in das Nachtleben stürzen wollen.

Nun, nachdem wir uns einen Moment ausruhen konnten, fuhren wir mit dem Tram und unserer «Bepeep» Karte mit der Nummer 2 Richtung https://www.amsterdam.info/leidseplein/ und konnten uns ein Restaurant aussuchen. Italienisch, Argentinisch, Spanisch, Chinesisch, Indisch und beim Griechen Zorba blieben wir hängen. Es war lecker. Gemütlich schlenderten wir noch etwas der Tramlinie 2 entlang bis wieder am Dam gelandet sind.

Morgen werden wir den Wale treffen und auf das freuen wir uns.