Mit Wale auf der Brittannia

Die Brittannia ist ein Museumsschiff und liegt deshalb im Museumshafen von Amsterdam, nahe dem NEMO Science Museum. Nicht im Museum hingegen ist Wale Buri, ein ehemaliger Nachbar aus der Berner Matte. Wale ist Eigner der Britannia -  Frau Bernasconi und Herr Maibach waren zu einer Rundfahrt eingeladen und hatten sich das ganz anders vorgestellt.

 

Die Brittannia ist eine Schönheit aus dem Jahr 1912, über 15 Meter lang und knapp vier Meter breit. Ein Zweizylinder Dieselmotor von 1853 treibt das Boot an, das Wale als Zuhause dient, mit allen notwendigen Einrichtungen auf engem Raum.

 

 

 

Nach einer längeren Startprozedur begann der Diesel zu stampfen und Wale führt uns durch den Hafen von Amsterdam über Zaandam zum Kalverringdijk ins Zaans Museum, einem Freilichtmuseum mit einem historischen Niederländer  Dorf und zahlreichen Mühlen, die für die unterschiedlichsten Zwecke aktiv verwendet werden. Neben der Sägemühle legte Wale an, die Britannia war sofort der Star der Sager, die mit Wale fachsimpelten und das Boot genau inspizierten. Aber auch die Sägerei hat ihren Charme doch leider war gerade zu wenig Wind – und die erzwungene Pause kam gerade gelegen.

Ein Bummel durch die weite Anlage liess uns das Dorf erkunden, die Bäckerei, den historische Dorfladen, die Käserei. Die Zeit sauste nur so dahin – und schon mussten wir zurückfahren. Es kam uns teilweise wie im Ballenberg vor, einfach mit Mühlen. In den vielen Mühlen wurde viel geboten und ein feiner Geruch von Kakao lag in der Luft, den der «Kakakohafen» lag in der Nähe. Und Touristen hatte es auch nicht viele, wie Wale nebenbei bemerkte. Das dachten wir für einmal auch, so dass wir sehr gut durch die «Zaanische Molen» kamen.

 

Gemütlich suchte sich die Brittannia ihren Heimweg durch Kanäle, unter Brücken durch und durch eine Schleuse. Wir entspannten uns und erholten uns wunderbar. Die Fahrt über die etwa 20 Kilometer bot gute Gelegenheit für Gespräche, bis wie von Zauberhand, der Museumshafen vor uns lag und Wale sein Boot sicher anlegte und den Motor abstellen konnte.

 

Jetzt schwankt unsere Welt etwas, wie die alten Seemänner und -frauen schritten wir zurück ins Hotel – quer durch die Altstadt, wir vor uns Generationen von Seeleuten.

 

Es war ein wunderbarer Tag, die Fahrt mit Wale brachte auch etwas Ruhe in die Hektik von Amsterdam und in unseren Ferienalltag, Der Sonnenuntergang war dann noch das Tüpfelchen auf dem i – unglaublich.

 

Vielen herzlichen Dank Wale, für diesen wunderschönen Tag und deine Zeit, die wir mit dir verbringen durften.

 

Mehr über das nächste Projekt von Wale folgt demnächst auf www.matte.ch

 

Nun, die Koffer sind gepackt – oder fast gepackt. In unserem Hotelzimmer sieht es so ziemlich nach Heimgehen aus – der Flug ist bestätigt – und die Zusammenfassung der Reise folgt dann in Bern.