Den Haag 11. Oktober 2018

Heute, nach dem Frühstück traten wir in einen regnerischen Tag hinaus. Sollten wir nochmals zurück und die Regenjacke holen? Glücklicherweise haben wir das nicht getan, denn im Laufe des Tages klarte es auch und wurde wärmer und wärmer. Dieser Sommer will einfach nicht aufhören! Und dies zum Glück für uns.

 

Eigenheiten des Metronetzes: Gleich neben dem Hotel stiegen wir in die Metro hinunter und reisten bequem mit der Linie E direkt nach Den Haag. Vom neuen Bahnhof in Den Haag hatten wir schon viel gehört. Aber als wir drinstanden, waren wir doch überrascht ob dem futuristischen Anblick. Auf der obersten Ebene in der immensen Halle endete unsere Metrolinie. Darunter folgte eine Ebene mit Trams, die auf Geleisen quer durch die offene Halle führen. Zuunterst dann der Zug-Bahnhof. Tiefer wagte sich nur Rosmarie, als sie die Toiletten suchte. Doch zurück auf Ebene Null. Von dort aus spazierten wir den Wegweisern nach zum Zentrum. Der Friedenspalast, die Arbeitsresidenz des Königs war uns dann doch zu weit draussen. Dank unserer Be-beepkarte stiegen wir in den Bus 24, der uns zu royalen Teil der Stadt brachte. Die Leute hier sind hilfsbereit und wenn wir ein bisschen «touristisch» herumstehen kommt sofort jemand und hilft uns weiter.

 

Leider war betreten für das normale Fussvolk nicht vorgesehen und so bummelten wir halt nach ein paar Fötelis wieder ins Zentrum zurück. Den König haben wir nicht gesehen. Und Herr Maibach nimmt gerne mit seiner Königin Rosmarie vorlieb, hat er versichert.

 

Wir waren auch verwundert wie stark die Sicherheitsvorkehrungen sind, wenn jemand in den Friedenspalast will. Das Auto einer wohl dazugehörigen Person wurde mit Spiegeln und jedem «Chichi» untersucht wir standen einfach nur da und sahen diesem Treiben zu. Also so einfach ist es tatsächlich nicht in diesen Palast zu kommen.

 

Dann sahen wir die in meiner Erinnerung weltberühmten Frittenbuden, salzige Pommes-frites mit Mayonnaise – ein kulturelles Muss im Land des Ackerbaus. Herr Maibach konnte einfach nicht widerstehen und verwandelte einen Euro in Kartoffelstäbchen und auch die sonst so standhafte Frau Bernasconi stibizte ein paar Fritten aus der Tüte. Früher musste es wohl viel mehr solche Frittenbuden gegeben haben, jetzt sehen wir oft das grosse gelbe M – manchmal wissen wir allerdings nicht so genau ob es der Mc Donald oder die Metro ist!

 

Wir zogen kreuz und quer durch die Stadt bewunderten die unzähligen Läden, von lustig bis schick und liessen uns, überrascht von der Grösse Den Haags, treiben. Noch ein Besuch im hoheitlichen Binnenhof zum Abschluss. «Das Mädchen mit der Perle» haben wir übersprungen, wir waren einfach zu müde für einen Museumsbesuch im Mauritshuis, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Kleine wird wohl noch etwas auf uns warten. Denn plötzlich war die Zeit gekommen, zurück zu reisen – wieder über Land mit der Untergrund.

 

Und das vietnamesische Essen am Kruisplain war lecker, allerdings liegt uns wohl das chinesische Essen mehr. Die Vielfalt an chinesischen- und vietnamesischen Restaurants ist gross und wir schätzen das auch.