Zoobesuch Rotterdam

Langsam wird es zu Routine: schon wieder ein strahlender Herbsttag mit T-Shirt-Temperaturen. Liebe Museumsbetreiber in Rotterdam, leider müssen wir euch heute schon wieder enttäuschen – aber es ist definitiv kein Klima, um drinnen zu bleiben.

 

Uns zog es heute in den Zoo, den Diergaarde Blijdrop. Nach ausgedehnter Suche fanden wir endlich den Bus 33 der uns fast bis vor die Tore des Zoos brachten. Wie nicht anders zu erwarten für einen Sonntag, waren vor allem Familien unterwegs, viele Familien, alle mit elektrischen Kindern. Dies steigerte sich in Hochspannung, als wir im Ozeanium den Glastunnel betraten, der mitten durch ein immenses Aquarium führte. Schon wir Grossen waren aufgeregt von dem atemberaubenden Anblick! Meeresfische links, rechts und oben schwebten um uns. Eine Schildkröte zog gemächlich ihre Bahn, ein Haifisch, wir setzten uns und staunten nur noch. Völlig aus dem Häuschen hingegen waren die Kleinen, die im Glastunnel wie besessen herumsprangen. Ich glaube, die meisten waren nach dem Aquariumsbesuch völlig durch den Wind. Auch wir kamen wirklich nicht mehr aus dem Staunen heraus, so war es für uns nur verständlich, dass die Kinder immer elektrischer wurden. Das Gekreische war manchmal fast nicht mehr auszuhalten, aber da ja die Fische stumm sind, glich es wieder etwas aus.

 

Danach folgte ein gemütlicher Bummel durch die grossen und gepflegte Zoolandschaft. Geografisch in Erlebniswege gegliedert führte unser Weg sozusagen rund um den Planeten. Ist es die Vielfalt der Tierwelt, die gezeigt wird oder die schöne Landschaft, verzaubert von der Herbstsonne? Wir haben nicht alle Tiere gesehen, denn einige zogen sich in ihre Gemächer zurück, andere liessen sich von der Mittagsruhe nicht stören. Der Löwe tigerte in seinem Gehege herum und legte sich dann faul in die Sonne, während die Löwinnen weiter durch das Gehege wanderten.

 

Uns jedenfalls hat es gefallen, wir spazierten zurück in die Stadt und waren reif für eine Kaffeepause.

 

Und jetzt geht es bereits wieder ans packen, nach einer Woche Rotterdam, die wir uns ganz anders vorgestellt und geplant hatten. Aber das ist das schöne an Plänen: man kann sie sofort über den Haufen werfen – unsere Spezialität. Reisen mit Frau Bernasconi hat so etwas Plötzliches, meint Herr Maibach.

 

Und doch ist auch Frau Bernasconi etwas ruhiger geworden und auch sie genoss jeweils die Auszeit am Nachmittag. Heute Abend suchten wir uns ein Restaurant ganz in der Nähe – und für einmal mussten es Fish und Chips sein – eine Riesenportion – so dass wir nach dem Abendessen noch einige Runden drehten.

 

Morgen reisen wir mit unseren Bebeepkarten weiter nach Amsterdam, Frau Bernasconi hat nach langem Tüfteln ein Hotel an einer Superlage gefunden. Herr Maibach ist erleichtert, nicht unter einer Brücke übernachten zu müssen, obwohl es davon ja genug haben sollte.

 

Wir werden sehen was uns in Amsterdam erwartet. Viel Zeit haben wir nicht, aber ein bisschen schnuppern kann nicht schaden!