Rom der Imperatoren – 25.9.2016

Die Fahrt heute Morgen zur Via San Gregorio mit dem Bus verlief zügig. Doch beim Colosseum herrschte Stau – für einmal Fussgängerstau! Die Autorouten waren geschlossen und so bummelte und bikte tout Rome um das Amphitheater. Die Kolonnen derjenigen, die neu dazu kamen und derjenigen die beim Eingang anstanden mischten sich mit denen wie wir, die eigentlich bloss die Via dei Fori Imperiali  in Ruhe ansehen wollten. Kein Wunder, gingen wir zuerst einmal in die falsche Richtung ums Kolosseum herum. Mauern und Gitter versperrten den Weg und liessen kaum einen kostenlosen Blick auf die Ausgrabungen zu.

 


Dann halt wieder zurück und einmal um den Zirkus herum. Das Innere des Kolosseum werden wir beim nächsten Mal ansehen. Immerhin gelangen uns ein paar Aussenansichten. Und Bilder von Rom am Sonntag – es war eine Promenade der skurrilen Leute, Familien, Velofahrer und Skater. Zwischendurch fanden wir eine ruhige Ecke, die einen Blick auf die alten Foren zuliess. Es war wie an einem Volksfest, die Händler standen dieses Mal mit den Wasserflaschen bereit, denn es war ziemlich heiss. Man muss es gesehen haben - wie ist es denn wirklich wenn man auch noch all die Eindrücke vom Innern hat? Unglaublich - und wieder einmal staunten wir wie die Menschen ziemlich diszipliniert in der b¨¨rütenden Hitze in den Schlangen standen. Draussen herrschte Trubel und die Händler wollten uns ein Fast Track Ticket verkaufen, damit man schneller rein kann.  Ich glaube das dies die einzige Möglichkeit ist einigermassen frisch ins Kolloseum zu kommen - ohne Literweise Wasser zu trinken - und dann kuzr vor dem Ziel eine Toillette zu suchen, die an solchen Orten nicht gerade die Saubersten sind - all diese Gedanken hielten uns vom Vorhaben dieses Monument zu besuchen ab.  Schliesslich erreichten wir die Piazza Venezia. Inzwischen brannte die Sonne bereits heiss, die fliegenden Händler hatten flugs auf Mineralwasser umgestellt und machten sicher gute Geschäfte damit.


Das Monumento Vittoriano Emmanuele II leuchtete schneeweiss in der Sonne und wir konnten es nicht lassen, bis zu oberst die Treppen hochzusteigen. Eine prächtige Aussicht belohnte unsere Kletterei. Wieder auf der Piazza unten liessen wir uns nochmals von der Piazza Navone locken, merkten aber bald, dass wir zu müde waren um weiter durch die Gässchen zu zigeunern. So bestiegen wir ein letztes Mal den roten Bus und liessen uns nochmals rund um Rom kutschieren, genossen den Umweg durch die Villa Borghese. Wir gingen auf dem Stadtplan nochmals die schönen Orte durch, die wir aus der Nähe kennengelernt hatten und schmiedeten bereits Pläne für eine nächste Reise nach Rom. In der Nähe des Hotels sprangen wir vom Bus und machten für einmal eine richtige Siesta «zu Hause».

Dann war Frau Bernasconi wieder bereit, weiter das Quartier zu Fuss zu erkunden, ohne Rucksack, mit den Händen in den Hosentaschen. Wir bummelten die Via Nazionale hinunter, schleckten das letzte Gelati für diese Saison und zogen dann die Cavour wieder zurück zum Termini um bei einem frühen Teller Spaghetti unser Rom-Versucherli abzuschliessen. Nun - das nächste Mal werden wir sicher auch die ÖV in Anspruch nehmen - und mindestens einen Monat nach Rom kommen, damit wir alle andern Sehenswürdigkeiten auch noch erkunden können. Z.B. Cinecitta besuchen - und und und - uns hat es gepackt.

Morgen geht es in Etappen zurück nach Hause. Wir fahren bis Piacenza und am Dienstag in die Schweiz zurück. Dann sind die Ferien vorbei, aber wir freuen uns auch wieder auf unser Zuhause und wie immer auf Käse und und dunkles Brot. Und wir freuen uns auch wieder in der Matte zu sein - auch wenn wir kein Matteänglisch können - freuen wir uns, dass wir uns wieder in Berndeutsch und Glarnerdeutsch unterhalten können.