Zu Besuch in Wien

Montag, 12. Januar 2015

Nachdem wir am Sonntag 11. Januar gemütlich mit dem Zug von Bern nach Wien gereist und auch gut angekommen sind, hatten wir bereits einen Termin am Montagmorgen. Anita und Alfons, die wir im September 2014 nach rund 30 Jahren wieder trafen, nahmen sich einen Tag Zeit für uns, um uns ein etwas anderes Wien zu zeigen.

Es sollte ein anstrengender, erlebnisreicher und schöner Tag werden. Pünktlich um zehn holten uns die beiden vor dem Hotel ab. Wir hatten keine Ahnung wohin sie uns entführen würden. Wir liessen uns überraschen. Nach kurzer Zeit waren wir aus dem „Gewusel“ der Innenstadt von Wien und fuhren Richtung Wienerwald. Fragt mich nicht, wo wir überall durch gefahren sind, keine Ahnung jedenfalls war es eine herrliche Fahrt. Wenn sich auch die Sonne hinter einer Wolkendecke zurückgezogen hatte und es draussen saumässig kalt war, genossen wir die Fahrt im warmen und geheizten Auto. Anita und ich hatten uns viel zu erzählen. Wir sind Cousinen und jede von uns hatte einen anderen Weg eingeschlagen.  So schwelgten wir in Erinnerung, von der Zeit als wir beide noch im Glarnerland lebten. Tja, das ist wohl das Privileg vom älter werden, dass man sich dann eben von früher erzählt, von früher als alles noch ganz anders war ;-)

Alfons hatte uns eine Führung geschenkt. So kamen wir in den Genuss, dass uns Pater Roman durch die Räumlichkeiten, durch die Kirche, den Klostergarten, aber auch durch die heiligen Räume führte. Es war eine spannende und wirklich schöne Führung und ich kann euch sagen, die Energie in diesem Kloster einmalig. Es war aber auch herrlich dem Pater Roman zuzuhören, er war so lebendig und so witzig.  Ich kann so langsam nachvollziehen, wieso Menschen ins Kloster gehen. Die Ruhe, die Energie – einmalig. http://www.stift-heiligenkreuz.org/
Ganz entspannt fuhren wir wieder Richtung Wien und Alfons verwöhnte und mit einem feinen Nachtessen, während Anita und ich nach wie vor viel „quatschen“ konnten.
Müde, erschöpft und zufrieden kamen wir gegen elf Uhr im Hotel an. Anita brachte uns wieder in die Stadt. Vielen herzlichen Dank euch beiden für den herrlichen, erlebnisreichen und gemütlichen Tag. Und wir waren schon froh, dass uns die beiden nicht irgendwo in der "Wildnis" ausgesetzt hatten, denn wir hätten den Weg ins Hotel nie mehr gefunden ;-)

Dienstag, 13. Januar 2014

Nach dem erlebnisreichen Tag von gestern wollten wir eigentlich einen „Sale-Tag“ machen – aber nach rund zwei Stunden kamen wir wieder ins Hotel zurück und machten uns einen ruhigen und erholsamen Tag.
Und wir freuten uns wie kleine Kinder auf das Musical Mary Poppins – wer kennt die Geschichte nicht – jedenfalls waren wir berührt und aufgewühlt – diese Geschichte bringt einfach wieder etwas heile Welt zurück – und wenn man sich etwas ganz fest wünscht, dann geht dies auch in Erfüllung…
Nun wie es weitergehen wird morgen – das werden wir sehen.
Gute Nacht und träumt was schönes – und Wünsche werden wahr, wenn man ganz fest an sie glaubt …

Mittwoch, 14. Januar 2015 - Wir wandern...

Die Zeit vergeht wie im Fluge –nach dem emotionalen Abend mit Mary Poppins haben wir uns entschieden heute einen Wandertag einzuschalten. Rund um Wien hat es herrliche Spazier- und Wanderwege.
Wir schliefen mal aus – und kamen noch ganz knapp vor zehn zu unserem Frühstück, bevor das Frühstücksbuffet abgeräumt wurde. „Was machen wir heute?“, fragte mich Peter.  „Einen Sale-Tag wird es nicht sein", gab ich etwas müde zurück. Mit dem Blick zum Stephansdom machten wir uns Gedanken, wie wir den heutigen Tag verbringen wollten. Wir entschieden uns für den Praterpark – nein, nicht Riesenrad und „Putschiautos“ stand auf dem Programm, sondern eine Wanderung durch den Praterpark. Im Prater selber war alles geschlossen, die Bahnen standen still, ausser uns und einigen Arbeitern, die dafür sorgen, dass im Frühling die Bahnen wieder richtig laufen, war keine Menschenseele zu sehen.

Der Park, in dem in der Saison fast kein Durchkommen ist, der normalerweise voller Leben ist, scheint nun in einem andern Licht und für uns war es ein etwas Spezielles Erlebnis und gar nicht unangenehm. Wir marschierten durch den ganze Park, Richtung Lusthaus. Nach einem kurzen Kaffeehalt entschieden wir uns noch bis zum Unogebäude weiter zu gehen. Es war eine herrliche Wanderung. An der Donau entlang war es uns nicht langweilig und schon bald kamen wir unserem Ziel näher.

„Läck bin ich uf dr Schnurre“, seufzte ich. „Ich bin auch nicht mehr der Frischeste“, meinte Peter lachend.

Als wir die U-Bahnstation sahen waren wir glücklich und so liessen wir es für einmal sein, noch länger in der Kälte „herumzuirren“. So fuhren wir den auf dem schnellsten Weg ins Hotel zurück und verkrochen uns unter der Bettdecke und mit dem Blick auf den Stephansdom schliefen wir am helllichten Tag den Schlaf des Gerechten.

Am Abend packte uns nochmals das „Reisefieber“ und so haben wir noch etwas Essen „gejagt“ – nun sind wir wieder in unserem herrlichen Adlerhorst und freuen uns auf Morgen – ich glaube morgen werden wir einen Museumstag einlegen – mal schauen…
Und dann hoffe ich nach wie vor, dass wir am Freitag noch Tickets für den Zauberer von OZ bekommen – und wie hat gestern Mary Poppins so schön gesagt – „Wenn man sich etwas ganz fest wünscht, wird der Wunsch in Erfüllung gehen“ – bin gespannt…
Nun für heute mal gute Nacht…