Seeland Solothurn Weg - Dritte Etappe 1.8.2016

Büren an der Aare - Bätterkinden

Erster August und trockenes, kühles Wanderwetter, das sind beste Voraussetzungen um früh aus den Federn zu hüpfen und dem Rummel in der Stadt auszuweichen. Denn die dritte Etappe des Seeland-Solothurn-Weges führt durch über 16 Kilometer durch ruhige Wälder und über abgelegene Wege.

Mühledorf

Im Zug nach Lyss reisten wir mit einer gut gelaunten Pfadigruppe, die mit einigen Rollstuhlfahrern unterwegs nach Biel waren. Schon in Bern gaben die hoch liegenden Zugtüren zu tun, bis alle im Wagen verstaut waren. Dann in Lyss die Durchsage: Weiterfahrt unmöglich, umsteigen in Busse! Oh je. Rosmarie erinnerte sich an ihre Reisen unter ähnlichen Bedingungen und fühlte mit den Begleitpersonen.


Wir hatten es einfacher, einmal umsteigen und schon standen wir wieder in Büren an der Aare. Langsam kennen wir uns dort aus. Allerdings noch nicht genug um den Einstieg in die Route 76 auf Anhieb zu finden. Aber dann klappte es doch noch und wir standen am Anfang des langsamen, sanften Anstieges, wie beschönigend in der Wegbeschreibung stand. Über etwa acht Kilometer ging es stetig bergauf, auch nicht nur lustig. Nach etlichem Schuhwechseln - Rosmaries wandernder Schuhladen - und nachdem der ewige Aufstieg endlich überwunden war, kam Wanderlaune auf.

Bei Gächliwil, nach einem ruhigen Picknick, traten wir aus dem Wald und erst ab Mühledorf tauchten wir wieder in den Schatten ein. Schön, wieder einmal richtig ausziehen zu können. Viel zu schnell waren wir in Buchegg. Wir bestaunten das kompakte Schloss, unter dem sogar ein Rebhang angelegt war. Wir staunten nicht schlecht, bereits erste grüne Trauben zu sehen.

Buchegg

Dann kam zum Abschluss zwar kein Aufstieg, wie sonst üblich, sondern eine endlose Gerade von Kyburg nach Bätterkinden. Es war heiss. Die fernen Häuser und der Getreidesilo beim Bahnhof schienen wie eine Fata Morgana bei jedem Schritt weiter weg zu rücken. Dann endlich erreichten wir doch noch den Bahnhof und damit das traditionelle eiskalte Coci. Die Rückfahrt nach Bern verlief beidseits recht schweigsam.


Sorry, Wilhelm Tell, von deiner Geburtstagsparty haben wir nicht viel mitbekommen. Ein paar Knaller versuchten uns wach zu halten – erfolglos. Wir schliefen bereits selig, als die Festerei draussen erst richtig losging.