Seeland Solothurn Weg - Zweite Etappe 24.7.2016

Büren an der Aare - Biel

Seltsames Wetter am Sonntagmorgen. Dunkle Wolken wechselten mit Sonnenschein, es ist schwül – die Wetterprognosen stimmten aber zuversichtlich. Also rissen wir uns aus dem morgendlichen Dämmerzustand und zogen verschlafen an den Bahnhof. Kaffee und Gipfeli weckten die Lebensgeister und schon bald standen wir in Büren an der Aare abmarschbereit.

Büren an der Aare

Doch zuerst liessen wir uns einen Rundgang durch das charmante Stedli nicht entgehen, besuchten die Holzbrücke und nahmen dann die zweite Etappe des Seeland Solothurn Wegs in Angriff. Im 2011 hatten wir bereits die erste Etappe marschiert, von Erlach nach Biel.  Der ganze Weg führt auf 68 Kilometern bis nach Solothurn, er trägt die Routennummer 76.

Für heute hatten wir uns den Abschnitt von Büren an der Aare bis Biel vorgenommen. Der Weg führte an verträumten Tümpeln an der alten Aare vorbei, durch Wald und über Felder. Es wurde heiss, blieb schwül. Die hohe Luftfeuchtigkeit machte uns zu schaffen. Zudem hatten die unzähligen Mücken Rosmarie entdeckt. Bis der Mückenspray endlich aus den Tiefen des Rucksacks hervorgekramt war, war Rosmarie bereits arg zerstochen.

Nach Meinisried führt der Wanderweg dem Aareufer entlang. Das Wetter wurde besser. Heisser zwar, aber weniger feucht. Auf einem schattigen Bänkli genossen wir ein Sandwich-Marsriegel-Zmittag und schauten der Veloparade zu: Einfache Velos, Mountainbikes, und Elektrovehikel wechselten sich ab. Familienkonvois und Gümeler, für alle hatte es Platz. Picknicken, Baden, Joggen und Spazieren – ein Sommersonntag an der Aare wie aus dem Bilderbuch.

Unter den drei Brücken von Brügg durch begann der Weg dann doch etwas lang zu werden. Es wurde immer heisser und unsere Wasserfläschli leerten sich verblüffend schnell. Noch Port, Nidau, dann reichte es uns. Wir kletterten verschwitzt in den Bus, der uns die letzten zwei Kilometer zum Bahnhof fahren würde, man muss wissen, wann es genug ist.

Büren an der Aare

Am Bahnhof leerten wir jenes Mineralwasser aus dem Coop, bis uns die BLS zurück nach Hause und zur ersehnten Dusche brachte. Ein wenig Stolz waren wir natürlich schon, dass der Wiedereinstieg ins Wanderleben gut vorankommt.