Höhenwanderung 26.Juli 2011

Riggisberg

Und weil es so schön war, planten wir bereits die nächste Wanderung. Je nach Wetter würden wir den Pilgerweg weiter verfolgen oder aber wir würden den Gürbetaler Höhenweg in Angriff nehmen. Nachdem wir am Montag doch eine recht lange Wanderung in den Knochen hatten, entschlossen wir uns für den gemütlich Spaziergang, den Gürbetaler Höhenweg. Von wegen gemütlichen Spaziergang!

Riggisberg

Für einmal erlaubten wir uns den ersten Teil der Strecke mit dem Postauto zu absolvieren. Wir hatten wenig Lust bereits auf dem Riggsiberg erschöpft anzukommen. Und immer wenn wir einen Sissiwanderweg aussuchen, müssen wir doch ziemlich steissen. Tja - so ist eben das Los des Wanderers!

Wir begannen mit einem schönen Einstieg in die Höhenwanderung, dieser war ziemlich flach und wir genossen die herrliche Landschaft.

Und dann kam der Aufstieg, nicht ganz so wie wir uns dies vorgestellt hatten. Die Stufen waren hoch und der Aufstieg steil. Ich keuchte wie ein Ross, der Schweiss lief mir von der Stirn und immer wieder motivierte ich mich, einen Schritt weiter zu gehen. Zurück kam nicht in Frage, also war es klar, dass wir vorwärts marschieren würden, das heisst - nach oben schleichen.


Endlich - den Aufstieg haben wir geschafft und der Geruch eines Schweinestalls liess uns weiter ziehen. Es war Mittag geworden und eine geeignete Raststätte fanden wir nicht. Als wir endlich an einem schönen Aussichtspunkt ankamen, war dieser von einem älteren Ehepaar, die uns zuvor beim Aufstieg elegant überholt hatten, besetzt. Die Enttäuschung war mir anzusehen und auch anzuhören und ein bisschen neidisch war ich auf die beiden schon, ich gebe es ehrlich zu. Gerne wäre ich auf dieser Bank gesessen und hätte mein Sandwich verzehrt! So wanderten wir noch ein bisschen weiter, denn irgendwann würde bestimmt ein Rastplatz kommen.

Gürbetal

Und noch vor dem Mittagessen begegneten wir für einmal einer Kuh mit Hörner, leider war es bloss ein Kunstwerk und keine lebende Kuh. Ich finde es übrigens sehr schade, dass man ganz wenigen Kühen mit Hörnern begegnet - aber so ändern sich die Zeiten.

Das Mittagessen nahmen wir dann etwas später ein als vorgesehen und für ein Mal waren Peter und ich nicht ein Herz und eine Seele. So nahmen wir das Mittagessen schweigend ein. Als dann kurze Zeit später das ältere Ehepaar elegant an uns vorbei zog, entschuldigte sich die Dame, dass sie uns den schönen Rastplatz weggenommen hatten.

 

Mir war dies ziemlich peinlich, denn die beiden haben genauso das Recht einen schönen Rastplatz zu finden, wie wir. Ich entschuldigte mich für mein nicht sehr nettes Verhalten.

 

Nach dem Mittagessen gings dann flott weiter, durch Wiesen und Wälder und nun war der Höhenweg wirklich locker und luftig. Der Weg führte uns über weichen Waldboden weiter nach Englisberg.


In Englisberg waren wir versucht mit dem Postauto nach Kehrsatz zu tuckern, doch wir entschieden uns den Weg via Kühlewil nach Kehrsatz zu gehen. Und endlich weiss ich wo Kühlewil ist - immer wieder hörte ich viele Geschichten um dieses Altersheim. Also - ich möchte nicht in Kühlewil ins Altersheim, denn dies wäre mir wohl viel zu langweilig - so abgelegen habe ich noch selten ein Heim gesehen.

Kühlewil

Der Abstieg nach Kehrsatz war angenehm und so bogen wir im Bahnhof ein, der Zug fuhr los. Und dann kamen wir wie immer mit letzter Kraft nach Hause - Fussbad, Duschen und dann gab es feinen Aprikosenkuchen. Erschöpft und ermattet und mit Dulix eingerieben fielen wir todmüde ins Bett.

 

Zwei Wanderungen in zwei Tagen - dies braucht Kondition und an dieser werden wir noch etwas arbeiten müssen.

Kühlewil