Samstag, 23. April 2011 - Das Wandern ist des Müllers Lust

Eigentlich wollten wir ja mit dem Auto nach Bulle fahren - und eigentlich wollten wir viel früher zu unserer Wanderung aufbrechen - aber erstens kommt es ... Als um 06.30 der Wecker klingelte drehte sich Frau Bernasconi nochmals um und brummelte etwas von "In einer Stunde ..." und schlief weiter. Kein Problem wir würden nach wie vor rechtzeitig in Bulle sein, um den Bus nach Charmey zu erreichen. Aber weit gefehlt, als wir ins Auto stiegen, tönte es so merkwürdig. Bei Hutmachers war die Reise mit dem Auto zu Ende, denn Nachtbuben zerstachen den Pneu auf der linken Seite. Tja, alles aus dem Auto räumen und in den Rucksack verstauen und nichts wie los Richtung Bahnhof Bern. Wir bestiegen den nächsten Zug nach Fribourg, hatten Anschluss nach Bulle und warteten dort auf den Bus nach Charmey. Die Stunde in Bulle nutzten wir, um ein bisschen durch die Stadt zu wandern, so waren wir denn schon "eingelaufen" als wir eine Stunde später mir dem Bus nach Charmey fuhren.

Bulle
Charmey

Die Mittagssonne stand schon hoch als wir den Wanderweg von Charmey nach Gruyère unter unsere Füsse nahmen. Es gibt wohl kaum einen Weg, der den Titel Genusswanderung redlicher verdienen würde als der Chemin du Gruyère. Schon am Ausgangspunkt in Charmey führt uns der Trail am Wellness- und Fun-Thermalbad vorbei. Dann folgt er dem Lac de Montsalvens mit seinen fjordähnlichen Buchten, bevor er nach dessen Staumauer von der spektakulären Jaunbachschlucht verschluckt und zum eigentlichen Ereignis wird. Holzstege, Tunnels und Felsengalerien, Wasserfällchen und hohen Felsen machen diesen abenteuerlichen Abschnitt zu einem Erlebnis. Die Hängebrücke, die Schlucht und die herrliche Aussicht war einfach traumhaft. Irgendwann setzten wir uns auf einen Stein und genossen die herrlichen "Hamburgerbrote" und ruhten uns ein bisschen aus. Die Füsse in meinen noch nicht ganz eingelaufenen Wanderschuhen waren froh, waren dankbar für diese Pause.

Lac de Montsalvens

Der letzte Aufstieg nach Gruyère war happig, aber auch diesen nahmen wir in Kauf, denn immerhin gab es als kleine Belohnung - Mereingues mit Doublecrème - unsere Ernährungsberaterin hätte wohl keine Freude mit uns gehabt ... jedenfalls kamen wir glücklich und zufrieden wieder in Bern an - mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Und weil wir wohl noch nicht genug Äctschen hatten, musste das Auto noch repariert werden. Und da Frau Bernasconi keine Ahnung von Auto hat, wusste sie nicht, wo das Reserverad war - und weil sie auch keine Ahnung von Radwechseln hat, übernahm dies ein Kollege von ihr. Leider gab es dann eine kleine Panne, so dass dann der nette Herr von der Firma Gerber AG mitten in der Nacht, das Auto an der Badgasse reparierte.

 

Danke Benj, Roger, Michele und Christiane fürs ausharren und danke, dass ihr mich mitten in der Nacht nicht alleine habt warten lassen.

 

Jetzt kann Familie Bernasconi/Maibach die nächste Wanderung planen ...