Wanderung Lac de Joux - 31.7.2011

Le Sentier

Die Wetterprognosen für den Sonntag waren hervorragend, also planten wir mal wieder einen Ausflug in den Jura. Schon lange stand die Wanderung um den Lac de Joux auf dem Programm: Start in Le Sentier und Ziel ebenfalls in Le Sentier. Und da ein Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln beinahe 3 Stunden betrug, zogen wir es vor, mit dem Auto nach Le Sentier zu fahren. Wie immer zogen wir früh los, um den Tag z geniessen und so packten wir unsere sieben Sachen und tuckerten via Vallorbe durch das Vallée de Joux nach Le Sentier. Es war eine schöne Fahrt. Die Menschen, die mich kennen wundern sich sicher, dass ich plötzlich zur Frühaufsteherin mutiere - dem ist nicht so - aber ein- bis zwei Mal die Woche liegt für mich schon drin früh aufzustehen.

Lac de Joux

Rund 1000 m.ü.M. liegt das kleine Dorf Le Sentier, das vor allem durch die Uhrenindustrie bekannt ist. Der Nebel hing in den Bergen und über dem See und kalt war es auch. So hatten wir uns den Start unserer Wanderung nicht vorgestellt - wir liessen uns aber nicht beirren, denn der Mann im Fernseh hat gesagt, dass es schönes Wetter geben würde. Und wenn das der Mann im TV sagt, dann muss es doch stimmen. So parkten wir unser Auto am Bahnhof von, zogen uns warm an und stapften Richtung See.

 

Durch herrliches Naturschutzgebiet marschierten wir zügig und so konnten wir Schicht um Schicht unserer Kleider ablegen. Es sollte nicht lange dauern bis sich die Sonne in ihrer ganzen Pracht entfaltete und es doch einiges wärmer wurde.

Auch diese Skulptur entfaltete ihre Pracht und so konnte ich es nicht lassen, ein sonniges Foto davon zu machen. Wie oft diese Skulptur fotografiert wurde, kann ich nur erahnen ...

Le Pont

Kurz vor Le Pont, am Ende des Sees, machten wir eine kurze Pause und zogen weiter zu unserer Mittagsrast. Ich bin überrascht wie viele Picnic-Plätze es hat wo man sich gemütlich nieder lassen konnte. Nach Le Pont assen wir unsere mitgebrachten Sandwiches und betrachteten die unterschiedlichen Menschen an den Nebentischen. Eine Naschkatze miaute herzzerreissend und bettelte im Nahrung. Der eine oder die andere liessen sich erweichen und gaben ihnen etwas von ihrem Essen. Wir fanden, dass es genug Futter für die Katzen gab.


Eine Familie mit zwei Kindern kamen mit ihren teuren Biks angeradelt. Mutter und Kinder wollten eigentlich auf der normalen Strasse fahren, doch der Vater beharrte, dass sie via Wanderweg weiter fuhren mit der Aussage: "Wir sind auch Wanderer" - widerwillig zog der Rest der Familie mit. Kurze Zeit später sah ich aber, dass die Familie von ihrem "Wanderweg" zurückkamen und auf der normalen Strasse weiter fuhren. Erst als wir den Weg weiter wanderten, merkten wir, dass die Steigung wirklich besser für Fussgänger geeignet war.

 

Wir kamen wieder an Weiden und Wälder vorbei und genossen die herrliche Aussicht auf den Lac de Joux.

Für einen kurzen Moment schauten wir zu, wie Leute mit Hingabe den Stapel fürs 1. August-Feuer bereit stellten. Das ganze Dorf war auf den Beinen und half mit. Das Feuer muss wirklich schön brennen, denn alle haben mit viel Liebe gearbeitet. Unsere Wanderung brachte uns am Seeufer weiter nach Le Sentier zurück. Es waren wenige, die badeten, denn das Wasser war wohl vielen definitiv zu kalt. Dabei hatte ich mein Badezeugs dabei - aber ich liess es unberührt im Rucksack. Nach rund sieben Stunden kamen wir wieder bei unserem Auto an und ich war wie immer megafroh meine Schuhe auszuziehen und in bequeme Sandalen zu schlüpfen.

Und weil es nun so schön geworden ist, fuhren wir über den Col de Marchairuz Richtung Morges und nach Bern zurück. Ein herrlicher Tag ist zu Ende und eine nächste Wanderung ist schon geplant - von Le Pont auf den Marchairuz - aber nicht jetzt, dies dann einfach später.

 

Wohlbehalten kamen wir in Bern an - und wie immer Dusche - Dulix ... und Planung für den ersten August ...

Col du Marchairuz