Rebenweg Biel - La Neuveville 21.8.2016

Tüscherz

Die Wanderung dem Nordufer des Bielersees entlang gehört zu unseren Favoriten. Sie ist von Bern aus gut erreichbar, führt durch ein schönes Rebbaugebiet und verspricht eine einmalige Aussicht über den Bielersee und die Petersinsel bis hinüber nach Erlach. Zudem verbinden uns viele Erinnerungen an die Ortschaften entlang der Route, Ligerz etwa und Twann.


Im zweiten Abschnitt der 17 Kilometer gibt es kaum schattige Wegstrecken, im Hochsommer also nicht gerade ideal. Doch die Wettprognosen für diesen Sonntag waren günstig: Nicht zu heiss, immer ein wenig Wind und doch schönes Wetter. Wir starteten bei frischen Temperaturen und bedecktem Himmel in den Rebenweg. Für heute hatten wir die «faule Tour» geplant, liessen uns vom Bus 11 bis nach Vingelz chauffieren. So ersparten wir uns den steilen Aufstieg bis zum «Pavillion» und wanderten entspannt durch den Wald Richtung Tüscherz.

Ab Alfermée führt der Weg durch die Reben – gerade rechtzeitig verzogen sich die Wolken und das Wetter erinnerte sich an den in dieser Jahreszeit üblichen Sonnenschein. Frau Bernasconi hatte 1000 Wundermitteli eingepackt. Tatsächlich wirkten diese und die Schuhe- und Fussprobleme rückten in den Hintergrund. So schwelgten wir bald in Erinnerungen an frühere Wanderungen und gingen die letzte Woche durch. Weit oben zogen wir an Twann vorbei, Rosmarie erinnerte sich an Theaterabende, ich an meine Urgrossmutter, die seinerzeit als Köchin im Bären arbeitete. Eine lebensfreudige Frau, die ich als Bub noch kennenlernen durfte. Ihre Mistchratzerli waren Legende in der Familiengeschichte.

Ligerz

Mittagsrast bei der immer wieder verzaubernden Kirche Ligerz. Rosmarie schaute hinunter in das Dorf, erinnerte sich an die beiden Sommerlager der Tab Thurgau. Weiter zog es uns durch die Reben, bis Moupras. Dort hört die Rebbergromatik abrupt auf. Öde Vorortstrassen führen die letzten Kilometer nach La Neuveville, ein mühsamer Abschnitt. Zudem wurde es langsam doch recht sommerlich warm. Der Bummel durch die Altstadt entschädigt aber für diese Durststrecke. «Unser» Brunnen begrüsste uns, er hatte uns an einem sehr heissen Wandertag einmal vor dem Verdursten gerettet, wir wären damals am liebsten ins kühle Wasser gesprungen.

Bald würde das Schiff nach Biel anlegen, es reichte gerade noch für das traditionelle Coca-Cola und ein Glacé. Dann brachte uns die Berna nach Biel, immer schön unserem Wanderweg entlang zurück.

Der selbe Weg am 5. Oktober 2014

Rückblick