Pilgerweg Fribourg - Romont, 25. Juli 2011

Ste-Appoline - Villars - sûr - Glane

Nachdem am Sonntag 17. Juli der Regen nur so runterprasselte und wir nicht wie gewohnt wandern konnten, haben wir immerhin die neue Regenbekleidung getestet. Dank der neuen Regenhose blieb Peter trocken. Mittlerweilen bin auch ich im Besitze von Regenhosen und seither hat es auf den Wanderungen nicht mehr geregnet. Am Montag 25.7. nahmen wir wieder einen Teil des Pilgerwegs unter unsere Füsse. Wir beschlossen mit dem Zug bis nach Villars-sur-Glane zu fahren, um dem fribourgischen Stadtverkehr auszuweichen. Es war übrigens arschkalt, als wir in Villars aus dem Zug stiegen. Für einmal zog ich zusätzlich die dicke Jacke an. Nach einigen hundert Meter marschieren war es dann etwas wärmer und wir konnten die erste Schicht ausziehen. Und nachdem wir über die Brücke Brücke Ste-Appoline marschierten, ging es flott weiter.

Montauban

Die Wanderung war für mich eher eine "Ausdauerprüfung" - als eine Wanderung. Viele Strecken führen über Asphaltwege und meine Füsse - ja meine Füsse - lieben den Asphalt nicht besonders. Aber natürlich gab es auch viel schönes zu sehen und landschaftlich ist die Strecke sehenswert.

Die Kühe blieben bei dem kalten Wetter auch lieber liegen

Unser Mittagsrast fiel kurz aus, denn wieder zogen wir unsere dicken Jacken an, um nicht zu "erfrieren" - Da wir sehr früh unterwegs waren, haben wir für einmal auch früher nach einem schönen Aussichtspunkt gesucht. Den fanden wir in einer sehr ruhigen und mystischen Umgebung, sogar ein Tisch hatte es zur Verfügung. Welch ein Luxus.

Es wurde etwas wärmer aber irgendwie blieb es kalt. Wir kamen an vielen Kirchen und Kapellen vorbei und in jeder machten wir einen Moment halt. Wir genossen die Stille. Und je näher wir Romont zu marschierten, fanden wir immer weniger Sitzgelegenheiten. Die Landschaft wurde karger, die Füsse schmerzten - aber wir waren ja auf dem Pilgerweg, da kann man sicher man ein bisschen leiden ... jedenfalls fanden wir kurz vor Romont ein Tranformatorenhäuschen und so krochen Peter und ich das Bord hinauf und machten es uns bequem. Immerhin hatten wir für ein Mal eine warme Sitzgelegenheit!

Und was zu unserem Glück noch fehlte, war der Aufstieg am Schluss einer Wanderung. Aber vorher machten wir in der Abtei Hauterive noch einen Moment Rast. Immerhin hat es hier genug Sitzgelegenheiten. Von der Abteil Hauterive sahen wir bereits Romont auf dem Hügel vor uns - und so war nun unser Aufstieg gesichert. Gemütlich nahmen wir die letzten Meter in Angriff und es hat sich gelohnt.

Die gotische Kollegiatskirche Notre-Dame-de-l'Assomption war unseren Aufstieg wert. Die modernen Glasbilder sind wirklich sehenswert. Und die Sonne schien durch die neuen Glasbilder hindurch. Für einen kurzen Moment verweilten wir in der Kirche, um dann gemütlich zum Bahnhof Romont hinunter zu marschieren. Genüsslich tranken wir unser Coca Zero und genüsslich zog ich meine Wanderschuhe aus und zog meine "Finken" an. Gemütlich tuckerten wir nach Bern zurück.

Vorgesehen war wie immer - Fussbad - Dusche und Nachtessen, doch kaum waren wir in der Matte blieben meine Augen bei den vielen Kameras und Menschen, die sich vor meinem Laden tummelten, stehen. Und da ich vor dem Laden für ein Mal nicht nur Baustelle vorfand verfolgte ich die Filmarbeiten zum Dällebach-Kari. Nach diesem kurzen Einblick in die Dreharbeiten, habe ich mich entschlossen kein Filmstar zu werden, den immer wieder die gleiche Szene zu drehen und herumzustehen und zu warten ist tatsächlich nichts für mich.

 

Ich liess den Abend bei einer heissen Dusche, einem angenehmen Fussbad und einer Gerstensuppe aus dem Päckli ausklingen, denn wir haben für den Dienstag eine weitere Wanderung geplant.