Suonenweg - Samstag, 27. September 2008

Wieder ein herrlicher Bergtag mehr im Saaser-Tal. Man darf nur nicht zu früh aufstehen, dann bekommt man die Morgennebel nicht mit. Aber das ist für uns glücklicherweise nicht wirklich ein Problem. Also, 100 m Pflaster um die Füsse kleben und rein in die neuen Bergschuhe. Das sind wirklich kuule Treter, keine Blasen, nur wenige Druckstellen, das ist wahre Liebe auf den ersten Tritt.
Wir hatten uns vorgenommen, den Suonenweg, ein Weg entlang alter Bewässerungskanäle anzugehen. Das kannten wir bereits aus dem Tirol, dort führen sympathisch bequeme Torggelwege entlang eines Bächleins von Gasthaus zu Gasthaus. Die Walliser Variante ist deutlich spartanischer. Hinauf und hinab, über Stege und Brücken kletterten wir durch sie Saaser Berghänge, manchmal auf knapp schuhbreiten Pfaden.

Als der Weg endlich etwas breiter wurde, machte uns ein entgegenkommender Wanderer auf ein Kalb aufmerksam, dass ihm schon lange folge und ob wir es mit ins Tal hinunter nehmen könnten? Nun bin ich im Umgang mit Hornvieh nicht speziell erfahren. Glücklicherweise verstand das pechschwarze Kälblein aber Berndeutsch und so gelang es uns, das Viech hinunter bis zu einer Weide zu locken, wo es sich mit anderen Kühen gut zu verstehen schien.
Rosmarie hatte dann noch genügend Energie, den Coop von Saas Grund leerzukaufen, ich war nur noch froh, die neuen Wanderschuhe gegen bequeme Schlarpen zu tauschen und auf das Postauto zu warten.

Wintereinbruch und Ferienende - 1. Oktober 2008

Saas Almagell

Am letzten Ferientag bestätigte ein Blick aus dem Fenster unserer Dachwohnung, dass es Zeit war, nach Bern zurückzukehren. Mit im Gepäck: tausend schöne Erinnerungen an die Walliser Berge und das fast fertige Manuskript für unseren gemeinsamen Roman "Sieben Berge".