Wanderung 2. Juni 2011 - Sentier du Rhone

Bei kühlem und windigem Juniwetter unternahmen wir einen Ausflug nach Genf. In Bern war das Wetter ziemlich unsicher und bei regnerischem Wetter zu wandern ist erstens nicht lustig und zweitens unter dem Regenschutz auch zu heiss. Die Wetterprognosen Richtung Welschland sahen etwas besser aus. In Genf angekommen hatte Frau Bernasconi die Wanderroute etwas zu ungenau ausgedruckt, so dass Herr Maibach mit dem Handy navigieren musste. Nach etwa einer Stunde und bereits 4 km auf dem Buckel fanden wir die Route Richtung La Plaine.

 

Eigentlich planten wir eine gemütliche Route der Rhone entlang. "Sentier de Rhone" - war aber alles andere als eine gemütliche "geradeaus" Wanderung und so nahmen wir die jeweiligen Aufstiege eher sportlich und die Abstiege ebenfalls. Früher habe ich bei Steigungen gemotzt und heute brauche ich die "Motzenergie" um den Aufstieg zu schaffen.


Die herrlichen Wälder aber auch Blumenwiesen waren eine Augenweide. So genossen wir die Wanderung sehr. Die Waldpartie war wirklich ein Traum. Die hellen, ja fast weissen Blätterbäume brachten viel Licht und uns gefiel es sehr, auch der feuchte Waldboden war ein Hit. Heute musste ich das erste Mal keine Schuhe wechseln. Die Socken nicht wechseln und hatte keine Blasen an den Füssen - so ändern sich die Zeiten. Bei den letzten Wanderungen hatte ich entweder ein Puff mit den Schuhen, mit den Socken und mit den Blasen an den Füssen.

Als wir schon fast in La Plaine waren, durften wir wie immer kurz vor Schluss nochmals einen steilen Aufstieg in Angriff nehmen. Und das ist seit wir wandern ganz normal. Endlich entspannen - und dann sehen wir von weitem einen Aufstieg, der uns jeweils die letzten Reserven raubt - aber schön ist es trotzdem.

Der Brunnen ist jeweils unsere Rettung - Hände waschen, Flasche neu mit Wasser füllen und wissen, dass wir kurz vor dem Ziel sind. Doch heute war das ein bisschen anders. Auf dem Wegweiser stand: 45 Min. nach La Plaine - es stand aber nicht darauf, dass wir nochmals zwei Aufstiege hinter uns bringen mussten - wir keuchten und schwitzten wie "Ankebären" - und mit der letzten Reserve marschierten wir zum Bahnhof La Plaine - immerhin waren wir 10 Min. vor Abfahrt dort - und als wir im Zug nach Bern sassen:

  1. aufs WC,
  2. Schuhe ausziehen,
  3. T-Shirt wechseln,
  4. Handy konsultieren,
  5. sich ausdenken was es zum Abendessen geben wird und
  6. schlafen bis nach Bern.

Und nun ist wieder ein wunderschöner Tag zu Ende. Freitag und Samstag arbeite ich und am Sonntag werden wir bestimmt wieder in eine Ecke unserer schönen Schweiz fahren, um 15 - 20 km zu "tschumplen" - es macht Spass und wir verbrennen erst noch unzählige Kalorieren.