Seeland Solothurn Weg - Vierte Etappe 7.8.2016

Bätterkinden – Solothurn

Nach einer Woche voller Wetterkapriolen lockte uns ein prächtiger Sonntag auf die letzte Etappe der Route 76, von Bätterkinden nach Solothurn. Es blieb angenehm kühl und grosse Wegstrecken führten durch den Wald – besser könnte es gar nicht sein. Wäre da nicht das leidige Thema "Rosmarie und das Schuhwerk"!

Schloss Landshut

Nach der Brücke über die Emme führte uns der Weg zum Schloss Landshut. Für uns eine Premiere. Der romantische Park, das hohe schlanke Schloss und der Weiher und Mühlenbäche – wir verliebten uns sofort in den Flecken.

Flott kamen wir voran. Bis zur Wassermatte, dort begannen Rosmaries Schuhprobleme erneut. In ihrem mobilen Schuhladen hatte sie heute ein anderes Sortiment eingepackt – nein, die High Heels waren nicht dabei - trotzdem. Nichts half: Schuhe, Sandalen, Socken, Pflaster wechseln – wer es noch hören will! Immerhin, am Montag danach hatte Frau Bernasconi mehr als genug vom leidigen Thema und liess sich im Sportgeschäft ausführlich von der hervorragenden Verkäuferin beraten. Mehr davon wird aber erst nach der Hauptprobe verraten.

Denn noch sind wir unterwegs, ziehen der Emme entlang Richtung Gerlafingen und Biberist. Eine gemütliche Flusswanderung. Bis zum Altisberg. Dort führte ein stotziger Stieg steilstufig sutzaufwärts. Meine Beine waren zu lang, die von Frau Bernasconi zu kurz für ein sinnvolles Schrittmass. So führten wir ein ausdrucksstarkes Treppenballet auf, bis wir endlich alle Höhenmeter hinter uns lassen konnten. Ein prächtiger Wald belohnte uns und ein Picknickbänkli kam uns gerade recht. Wir zogen gut ernährt weiter und immer, wenn wir wieder einen Wegweiser sahen, stand zwei Stunden bis Solothurn darauf, dies als wir schon fast in Solothurn waren …

Der Weg zum Emmenspitz zog sich, führte uns zwischen Zuchwil und Derendingen durch. Unterwegs begegneten uns Lisa und Pascal, hoch zu Velo. Sofort verewigten wir uns mit einem Selfie auf Facebook. Weiter, die Emme zog uns abwärts, Lisa und Pascal radelten flussaufwärts. Nach ein paar Pausen standen wir an der Einmündung der Emme in die Aare. Fröhliches Sommervolk genoss die unbeschwerte Stimmung und die schöne Aussicht. Auf der Aare trieben knallgelbe Gummiboote, jedermann jagte den letzten Sommertagen nach.

Frau Bernasconi wechselte nach wie vor fleissig die Schuhe, dennoch näherten wir uns langsam aber sicher Solothurn, nach 16 Kilometern das Ende unseres Ausflugs. Unterwegs lud uns das Fischerbeizli Widiwald zum Einkehren ein. Beinahe mochten wir nicht mehr aufstehen, es war so kühl und heimelig im Schatten.

Doch fertig gefaulenzt, die letzten Kilometer riefen. Noch unter einer letzten Brücke durch und schon schwenkten wir ein auf die letzten Meter zum Bahnhof Solothurn. Nach dem obligatorischen Eis und dem Cola brachte uns die RBS zurück nach Bern.

Solothurn