Twannbachschlucht - Erlach 19.06.2011

Und schon waren wir wieder auf Wanderschaft. Herr Maibach bekam einen neuen Rucksack, weil der alte, schöne, grüne so langsam ins Alter kam. Nach 17 Jahren darf man sich sicher einen neuen Rucksack leisten ... auch wenn sich Herr Maibach schlecht davon trennen konnte. Nichts desto trotz, war er am Abend begeistert vom neuen Tragmodell mit einem modernen Design, Tragkomfort mit Täschli und Riemli und vor allem mit viel Stauraum.

Unser Ziel war Erlach und die Twannbachschlucht. Auch wenn das Wetter etwas unsicher war, doch SF Meteo sei dank, nahmen wir diesen Weg in Angriff. Noch etwas verschlafen kamen wir in Magglingen an. Kaum oben begann es zu regnen, dies nur kurz und der Regen begleitete uns mit Regengüssen bis am Mittag.

 

Schlumpfpellerine an - Schlumpfpellerine aus - und dies taten wir heute oft. Kaum nahmen wir den Weg in die Twannbergschlucht unter unsere Füsse, regnete es in Strömen und dank Schlumpfpellerine blieben wir ziemlich trocken, so dass wir dieses Naturwunder in aller Ruhe begehen konnten. Die Gerüche der Pflanzen und des Waldbodens war dank dem Regen intensiv und einfach ein Genuss. Wir staunten wie kleine Kinder über dieses schöne Stück Natur. Gemächlich marschierten wir in die Tiefe Richtung Twann. Durch das unsichere Wetter hatten wir die Twannbachschlucht fast alleine für uns. Nur wenige Verwegene nahmen den Weg durch die Schlucht ebenfalls unter ihre Füsse.

Wir sind heil unten angekommen vorsichtig und langsam. Richtung Schernelz gings dann weiter. Kurz vor Schnernelz wünschte ich mir einen schönen Platz, um unser Mittagessen einzunehmen - und kaum gedacht: Der Bank stand da, die Aussicht, das Licht, die Sonne - einfach wunderbar. Der Regen ist der Sonne gewichen. Es war herrlich. Für einmal gab es keine Sandwiches, sondern feinen Thonreissalat.

Twannbachschlucht

Unsere Schumpfpellerinen konnten wir endlich zum trocknen legen und nach dem Mittagessen durften wir diese wieder in den Rucksack packen.

 

Und wir wandern, wandern - und die Füsse von Frau Bernasconi begannen zu schmerzen. Nein, die Schuhe werden noch nicht gewechselt, denn es blieben doch noch einige Kilometer zu gehen. Via Schernelz, hoch über Ligerz kamen wir ein weiteres Mal in La Neuveville an. Und da es bis nach Erlach noch gut 1 1/2 Stunden weiterging, entschieden wir uns diesen Weg auch noch unter unsere Füsse zu nehmen. In La Neuville durfte ich dann endlich die Bergschuhe mit den Turnschuhen tauschen.

Ligerz

Durch Strassen-, Feld- und Waldwege erreichten wir unser Etappenziel. Schon von weitem sahen wir Erlach und es kam immer näher. Geschafft und glücklich liefen wir in Erlach ein. Hundemüde nahmen wir im Schiff nach Biel Platz und via Biel Bern fanden wir uns zwei Stunden später in der Matte ein.

 

Erschöpft und glücklich gab es ein ausgiebiges "Cafe complet" - und die vielen schönen Bilder bleiben in unserer Erinnerung. Die Wohnung duftet nach Dulix und feinem Kaffee. Die Wanderhosen sind gewaschen und die Füsse schon bald wieder fit für eine nächste Wanderung.

Update 16.10.2016

Weg in die Twannbachschlucht

Nach ein paar Regentagen machten sich in Bern die Nebel breit. Ausschlafen oder los von Rom? Die Frage war schnell beantwortet und schon schleppte uns das Magglingenbähnli hinauf - tatsächlich in einen sonnigen Sonntag-Nachmittag. So marschierten wir bald wieder auf einer unserer Lieblingsrouten. Zuerst über schöne Weiden in der milden Sonne, dann folgte der steinige Abstieg durch die Twannbachschlucht. Schritt um Schritt tauchten wir wieder in das Nebelmeer ein. Der Nebel erleichterte uns die Entscheidung, es in Ligerz gut sein zu lassen. Auch auf die Schifffahrt verzichteten wir diesmal. Im Zug hingen wir den vielen Eindrücken im Urwald der Schlucht nach. Sie erinnerten uns an den Sacro Bosco, der uns in den Ferien so beeindruckt hatte.