Die Weinstrasse 05.06.2011

Lausanne

Unsere Wanderung vom 5.6. 2011 begann früh. 06.00 Tagwache und dies ist für mich ziemlich ungewohnt. Doch für einmal würde sich das Frühaufstehen bestimmt lohnen.

 

Wie immer packten wir den Rucksack - feine Sandwich im Gepäck. Isostar in der Sigg-Flasche bereit gestellt - ein zusätzliches Mineralwasser - und Äpfel für allfällige Zuckerkrisen waren auch dabei. Heute ging die Reise nach Lausanne. Um 07.34 fuhr nun also unser Zug von Bern nach Lausanne. Kurz vor 09.00 marschierten wir am Olympiasitz vorbei. Einige Jogger und Hundehalter begegneten uns, ansonsten war es still an diesem herrlichen Sonntagmorgen.

Lausanne

Wir marschierten an der Seepromenade nach Lutry wo wir in die Weinberge eintauchten. Unverhofft schlenderten wir gemütlich durch den Flohmarkt von Lutry. Das Angebot war vielseitig und einige edle Stücke waren auch dabei.

Und dann gings steil hinauf in das herrliche Weingebiet. Die Wanderung auf dem Rebenweg von Lutry nach Vevey war einmalig. Reben, Reben nichts als Reben. Nach unserem Mittagshalt wurde es immer dunkler und dunkler und das erste Mal nahmen wir unsere "Schlumpfpelerinnen" aus dem Gepäck. Es regnete kurz und kräftig und so konnten wir kurze Zeit später unsere "Schlümpfe" wieder ausziehen, den unter dem Regenschutz ist es heiss und feucht - aber immerhin - wir blieben trocken.
Tja und wie das so ist - kaum haben wir unsere Pelerine angezogen, verzogen sich die Regenwolken Richtung Genf und kurze Zeit später fanden wir uns im strahlenden Sonnenschein wieder. Die Luft war ziemlich feucht. Isostar hatten wir genug dabei.

Der Dezaley ist mein Lieblingswein aus dem Lavauxgebiet - nur bei dieser Hitze wäre wohl ein Glas von diesem Weissein wohl nicht das Richtige gewesen - so war ich nicht unglücklich, dass die meisten Kellereien geschlossen hatten. Wir marschieren - und marschierten - und keuchten und keuchten die Hänge hinauf.

Mitten in den Rebbergen fand man ab und zu einen Rosenstock. Die Rosen gaben viel Farbe in das grün der Reben - und es war doch etwas sonderbar.

Dezaley

Und endlich sahen wir viele Stunden später die Seepferdchen am Hafen von Vevey - genüsslich zog ich meine Schuhe aus, meine Füsse schmerzten. Wir zogen uns ein trockenes T-Shirt an - das obligate Coci durfte nicht fehlen. Und für ein Mal konnten wir der charmanten Glaceverkäuferin nicht widerstehen und so genossen wir ein herrliches Magnum.

Wir freuten uns auf die die Schifffahrt nach Ouchy und sie war eine Wohltat und so betrachteten wir unsere Wanderroute bequem vom Schiff auf! Es war wirklich eine tolle Wanderung und vom Schiff aus gesehen, gar nicht so streng - allerdings - dies nur vom Schiff aus gesehen!

Tja und nun sind wir einmal mehr müde - und happy - wieder eine herrliche Wanderung erlebt zu haben. Übrigens diese Wanderung kann ich allen empfehlen - die Vielfalt - aber auch die Aussicht - die Buntheit - einfach toll - auch wenn ich manchmal ausser Atem war - dann blieb ich für einmal ruhig, weil ich nach Luft schnappen musste.